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Rechtsschutzversicherung muss für Telekom-Klagen zahlen

Die Versicherung hatte eine Zahlung bisher mit der Begründung abgelehnt, die Police schließe Rechtsschutz in Handelssachen aus. Das Gericht hielt dem entgegen, in der Sache gehe es nicht um Handels-, sondern um Kapitalmarktrecht.
Reuters KARLSRUHE. Der BGH verurteilte die Concordia Rechtsschutzversicherung am Mittwoch dazu, die Prospekthaftungsklage eines Aktionärs gegen die Telekom im Zusammenhang mit deren drittem Börsengang im Jahr 2000 zu finanzieren. Die Versicherung hatte eine Zahlung bisher mit der Begründung abgelehnt, die Police schließe Rechtsschutz in Handelssachen aus. Das Gericht hielt dem entgegen, in der Sache gehe es nicht um Handels-, sondern um Kapitalmarktrecht. Um die Erfolgsaussichten einer solchen Klage sei es in dem Verfahren nicht gegangen, betonten die Richter. (Az.: IV ZR 327/02).Die Kleinanleger fühlen sich durch die später korrigierten Bewertungen der Telekom-Immobilien getäuscht. Das Urteil dürfte weit reichende Auswirkungen auf ähnliche Aktionärsklagen gegen andere Unternehmen haben.

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Dieser Artikel ist erschienen am 21.05.2003