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Rampl soll Chef der Hypo-Vereinsbank werden

In Bankenkreisen kursiert die Information, der für Firmenkunden und Märkte zuständige Vorstand der HVB, Dieter Rampl, könnte Albrecht Schmidt als Vorstandschef beerben.
Reuters MÜNCHEN. Rampl kristallisiere sich als der klare Favorit für die Nachfolge des jetzigen Vorstandschefs Albrecht Schmidt heraus, hieß es am Freitag in den Kreisen. Eine Entscheidung für Rampl im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 23. Oktober sei wahrscheinlich. Die Ankündigung werde Ende des Monats gemacht, hieß es weiter. Ein HVB-Sprecher gab keinen Kommentar ab.Eine Klärung der Nachfolgefrage durch die Ernennung des 55-jährigen Rampl gebe der zweitgrößten deutschen Geschäftsbank die Chance, ihre Ertragsbasis zu festigen - möglicherweise auch durch eine Fusion mit der Commerzbank.

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Der Börsenwert beider Banken, die mit der Münchener Rück den selben Großaktionär haben, hat in den vergangenen Monaten stark unter den schwachen Finanzmärkten, faulen Krediten und schwachen Margen gelitten.HVB-Vorstandschef Schmidt will zur Hauptversammlung im Mai 2003 seinen Posten aufgeben. Er hat erklärt, sein designierter Nachfolger sei schon "an Bord". Als aussichtsreiche Kandidaten werden neben Rampl die Vorstandsmitglieder Stefan Jentzsch (41) und Stephan Bub (44) genannt.Der in München geborene Rampl kam 1968 zum HVB-Vorgängerinstitut Vereinsbank und absolvierte bis auf sieben Jahre bei der BHF-Bank in den späten 80er Jahren seine gesamte Karriere bei der Gruppe. Bei der HVB ist er auch für das Inlandsgeschäft zuständig.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.10.2002