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Radikal anders

Mehr Praxis im Studium, Master statt Staatsexamen, dafür kein Referendariat mehr: Für eine grundlegende Reform der Juristenausbildung machen sich die Justizminister von Sachsen und Baden-Württemberg stark.
Dabei hatte die Berliner Regierungskoalition den Bedarf für die Bachelor-/Master-Abschlüsse bereits abgeschmettert und den deutschen Sonderweg jenseits des Bologna-Prozesses bestätigt.

Die Minister finden in ihrem Anliegen Unterstützung bei den Dekanen der juristischen Fakultäten im ?Ländle?. Im Gegensatz zu den Justizministern können sich die Dekane aber kein Modell vorstellen, das eine einheitliche Befähigung zur Ausübung aller juristischen Berufe? erreiche. Den Fakultäten solle freigestellt werden, ob sie zusätzliche Bachelor- und Masterstudiengänge anbieten, die sich im Wettbewerb bewähren können. Das Referendariat müsse zur Praxisvermittlung bestehen bleiben.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.04.2007