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Publizistik: A bis Zett

Infos rund um den Studiengang Publizistik.
Arbeitsmarkt

Exakte Arbeitsmarktdaten für Publizisten und Kommunikationswissenschaftler liegen kaum vor. Bekannt ist lediglich der Frauenanteil aller Berufstätigen (40 Prozent), die Altersverteilung (jeder Dritte ist jünger als 35) sowie der Anteil an Teilzeitbeschäftigten (acht Prozent). Fachleuten zufolge sind viele Publizisten und Kommunikationswissenschaftler selbstständig: Die projektbezogene Beschäftigung fester freier Mitarbeiter ist gängige Praxis.

Die besten Jobs von allen


Einsatzgebiete

Absolventen arbeiten in Instituten der Kommunikations- und Marktforschung, bei Presse, Film, Funk, Fernsehen, in Verlagen, Multimedia-Unternehmen, Agenturen für Öffentlichkeitsarbeit oder in der Werbung. Entsprechend unterschiedlich sehen ihre Aufgaben aus: Die Analyse von Massenkommunikation oder die Image-Beratung von Organisationen, Unternehmen und politischen Institutionen können genauso Bestandteile des Jobs sein wie die Erstellung von Reichweitenanalysen für die Werbewirtschaft, die Erarbeitung von Marketingkonzepten oder die Erforschung des Konsumentenverhaltens.

Gehalt

Die überdurchschnittlich große Bandbreite möglicher Arbeitgeber (Branche, Unternehmensgröße, Standort etc.) erlaubt keine exakten Gehaltsangaben. Nach Schätzungen von Experten liegen die Einstiegsgehälter zwischen 55.000 und 70.000 Mark im Jahr.

Studenten

Der Frauenanteil liegt in Publizistik und Kommunikationswissenschaft bei jeweils rund 60 Prozent. Bereits in den ersten Semestern ist die Abbrecherquote in beiden Fächern hoch. Die Absolventenzahl belief sich jüngst in Kommunikationswissenschaft lediglich auf 790. Nur 90 Publizisten hatten ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Geht man von einer durchschnittlichen Studiendauer von zwölf Semestern aus, erreichte damit nur jeder Dritte das Examen.

Studium

Publizistik und Kommunikationswissenschaft sind empirische Sozialwissenschaften. Sie beschäftigen sich mit den Bedingungen, Arten, Inhalten und Folgen öffentlicher (Massen-)Kommunikation. Ihre wichtigsten Gegenstände sind die Entstehung massenmedialer Aussagen, deren Inhalte und Präsentationsformen, das Selektions- und Nutzungsverhalten der Zielgruppen sowie die Wirkungen der Medieninhalte auf Kenntnisse, Einstellungen und Verhalten der Menschen. Der gängigste Abschluss ist der Magister. Vereinzelt sind inzwischen auch Bachelor- und Masterabschlüsse möglich. Publizistik und Kommunikationswissenschaft können sowohl als Haupt- als auch als Nebenfach studiert werden. Einige Hochschulen bieten etwa mit Gesellschafts- und Wirtschafts- oder Technikkommunikation, Journalistik sowie Public Relations spezialisierte Studiengänge an.

Zulassungsbeschränkungen

An einer Reihe von Hochschulen bestehen für Publizistik und Kommunikationswissenschaft Zulassungsbeschränkungen. Besonders groß ist der Bewerberüberhang in den anwendungsorientierten Fachhochschul-Studiengängen. Zulassungsvoraussetzung ist dort meist auch der Nachweis berufspraktischer Erfahrungen.

Internet:
www.ifkw.de
www.dgpuk.de
www.studienwahl.de
www.hochschulkompass.de
Dieser Artikel ist erschienen am 18.05.2001