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Prof-Benotung vor dem Aus

(df)
Der bei Studenten beliebten Bewertungsseite MeinProf.de, die bundesweite Top- und Flop-Listen von Hochschullehrern führt, droht der Dotcom-Tod. Nach zahlreichen Beschwerden von Professoren treten jetzt die Datenschützer auf den Plan. Die Benotung von Hochschullehrern sei rechtlich unzulässig, konstatiert der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix.
Der bei Studenten beliebten Bewertungsseite MeinProf.de, die bundesweite Top- und Flop-Listen von Hochschullehrern führt, droht der Dotcom-Tod. Nach zahlreichen Beschwerden von Professoren treten jetzt die Datenschützer auf den Plan. Die Benotung von Hochschullehrern sei rechtlich unzulässig, konstatiert der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix und fordert die Betreiber, die Berliner Studentische Unternehmensberatung CCT e.V., auf, wesentliche Funktionen zu ändern. So sollen die Studenten unter anderem das Einverständnis der Dozenten und Professoren einholen, bevor sie diese auf ihrer Seite listen.Ferner sei dafür zu sorgen, dass die Ergebnisse nur von den Studenten eingesehen werden können, die auch an den Kursen teilgenommen haben. ?Dann können wir die Seite gleich dichtmachen?, sagt Thomas Metschke vom MeinProf-Team. Metschke hofft auf eine gütliche Einigung: ?Wir glauben, dass hier einige Paragrafen zu eng ausgelegt sind und es ein berechtigtes Interesse der Allgemeinheit an den Bewertungen gibt.? Kommt kein Kompromiss zustande, bliebe nur noch der Gang vor Gericht. Doch den können sich die Studenten, die das Projekt ehrenamtlich betreiben, nach eigenen Angaben nicht leisten.

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Dieser Artikel ist erschienen am 28.08.2006