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Rote Zahlen, das Aus für Berlin-Seite, NRW-Ausgabe und "jetzt", Stellenabbau - irgendwann im Sommer 2003 reichten Dirk Rumberg die schlechten Nachrichten über die Süddeutsche Zeitung, die er als Verlagssprecher zu verkünden hatte.
Rote Zahlen, das Aus für Berlin-Seite, NRW-Ausgabe und "jetzt", Stellenabbau - irgendwann im Sommer 2003 reichten Dirk Rumberg die schlechten Nachrichten über die Süddeutsche Zeitung, die er als Verlagssprecher zu verkünden hatte. In einer nächtlichen E-Mail berichtete er Geschäftsführer Klaus Josef Lutz unter dem Betreff "Geschäftsidee - Termin heute möglich??" vom Buchprojekt der italienischen Zeitung La Repubblica und drängte zum Handeln.Ein halbes Jahr später erschien mit Milan Kunderas "Unerträglicher Leichtigkeit des Seins" die erste von 50 Ausgaben der SZ-Bibliothek. Seither wurden fast zehn Millionen Bände verkauft. Es folgte eine CD-Edition, im März startet eine DVD-Reihe. Heute leitet Rumberg die Abteilung "Neue Produkte". Die zwölf Marketing- und Vertriebsexperten basteln zusammen mit der SZ-Redaktion an neuen Ideen, die zur Marke SZ passen, und verhandeln mit Buch- und Filmverlagen über die nötigen Lizenzen. 30 Millionen Euro haben die Zusatzgeschäfte 2004 in die Kassen gespült. Trotzdem ist Rumberg mit Prognosen vorsichtig. "Der Erfolg regt zum Nachahmen an. Es ist eine Herausforderung, diesen Umsatz zu halten", weiß der Ex-Krisenkommunikator.

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Dieser Artikel ist erschienen am 23.03.2005