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Privates Surfen im Job ist kein Kündigungsgrund

Wenn der Arbeitgeber kein Surfverbot ausspricht, dürfen Mitarbeiter den Internet-Zugang auch privat nutzen. 100 Stunden pro Jahr privates Surfen im Internet während der Arbeitszeit rechtfertigen einem aktuellen Urteil zufolge keine fristlose Kündigung. Arbeitgeber müssten ein ausdrückliches Verbot aussprechen und einen Verstoß dagegen zunächst mit einer Abmahnung rügen, erklärten die Richter in der Urteilsbegründung. Andernfalls könnten die Arbeitnehmer sogar von einer Duldung der privaten Internet-Nutzung ausgehen.

Quelle: Arbeitsgericht Wesel, Az.: 5 Ca 4021/00
Dieser Artikel ist erschienen am 18.09.2001