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Praxis zahlt sich aus

Nach 16 Jahren hat der ?Arzt im Praktikum? (AiP), eine 18-monatige Praxisphase für Jungmediziner, ausgedient. Aber Vorsicht: ?Wer jetzt als AiPler arbeitet, kann daraus nicht automatisch einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung als Assistenzarzt ableiten?, so Martin Walger, Geschäftsführer in der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Die meisten Kliniken legen allerdings Wert darauf, gute Kräfte zu halten.

Denn auch finanziell sind laut Bundesgesundheitsministerium die durch die neue Regelung entstehenden Mehrkosten für die Krankenhäuser abgesichert ? und zwar dauerhaft: Jährlich will Ulla Schmidt dafür 300 Millionen Euro durch die Gesundheitsreform bereitstellen, so dass die Krankenkassenbeiträge nicht weiter erhöht werden müssten. Statt bislang 1.000 Euro stehen den rund 10.000 jungen Ärzten jetzt monatlich 1.500 bis 2.000 Euro mehr zu.

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Zusätzlicher Gewinn: Sie können selbstständiger und mit mehr Eigenverantwortung arbeiten. Aufgrund der neuen Approbationsverordnung und des ausgeweiteten praktischen Studiums hatte sich der Bundestag entschieden, das Ausbildungsverhältnis AiP zum Stichtag 1. Oktober 2004 ersatzlos zu streichen. Der Bundesrat wird am 11. Juni zustimmen.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.05.2004