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Präsident mit schlechten Noten

Er war ein ziemlich mittelmäßiger Student, George W. Bush.
Er war ein ziemlich mittelmäßiger Student, George W. Bush. Der Notenauszug (transcript) seiner Studienzeit an der US-Elitehochschule Yale, den der heutige US-Präsident lange Zeit geheim zu halten suchte, belegt es:
Bush war keine große Leuchte im Hauptfach Geschichte. Und ausgerechnet auf den Gebieten, die er heute als Präsident braucht, schnitt er besonders mäßig ab: Politische Wissenschaften, Soziologie und Wirtschaft.
Dafür interessierte er sich für alles Mögliche: Spanisch, Stadtplanung, Astronomie, sogar für Haikus (japanische Gedichte)! Und er machte viel Sport: Baseball, Basketball, Football, Rugby.
Bush jr trägt es mit Humor: "Sie sehen", sagte der US-Präsident 2001 bei einer Rede vor Yale-Studenten, "auch ein schlechter Yale-Absolvent kann Präsident werden". Und in Anspielung auf Vice-President Cheney: "Und wenn Sie Ihr Studium abbrechen, reicht es vielleicht immer noch für's Amt des Vizepräsidenten."
Bush jedenfalls behauptet von seinen Jahren in Yale, sie hätten ihn zu einem besseren Menschen gemacht...
Dieser Artikel ist erschienen am 20.03.2003