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Pleitegeier erwischt Unternehmen

Die schwächelnde Konjunktur der letzten Monate hinterlässt Spuren in der Insolvenzstatistik: In der ersten Hälfte dieses Jahres hatten die Gerichtsvollzieher wesentlich mehr zu tun als zwischen Januar und Juni 2000. Im ersten Halbjahr 2001 meldeten sich 23.600 Unternehmen zahlungsunfähig - gut 4.000 mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Dabei zog der Pleitegeier besonders häufig seine Kreise über Ostdeutschland, wo die Zahl der Insolvenzen um fast ein Drittel zulegte. In Westdeutschland stieg die Zahl um 20 Prozent. Besonders betroffen waren Dienstleister - auf sie entfielen fast 40 Prozent aller Unternehmenspleiten. Rund eine Viertel Million Menschen verlor zwischen Januar und Juni 2001 ihren Arbeitsplatz.

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Quelle:
Institut der deutschen Wirtschaft, Köln; Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.11.2001