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Peinliche Bumerangs

Foto: Photocase.de
Fürs Bewerbungsfoto ordentlich den Schlips gebunden, im Lebenslauf vermeintlich karrierefördernde Freizeitinteressen angegeben: So wird dem Traumpraktikum wohl nichts mehr entgegenstehen.
Fürs Bewerbungsfoto ordentlich den Schlips gebunden, im Lebenslauf vermeintlich karrierefördernde Freizeitinteressen angegeben: So wird dem Traumpraktikum wohl nichts mehr entgegenstehen. Sollte man meinen. Doch selbst für Praktika scannen Personaler die Kandidaten inzwischen im Internet. Bevorzugter Fundus sind Studentenportale wie StudiVZ oder Unister, wo so mancher sich in freizügigen Posen oder stark angeheitertem Zustand präsentiert oder sein wahres Arbeitsethos durch die Zugehörigkeit in Gruppen wie ?lieber Studieren als gar keinen Schlaf? kundtut.

Jens Sandmeier, Student aus Osnabrück, wurde offen mit der neuen Personalerpraxis konfrontiert: ?Als ich ins Vorstellungsgespräch für mein letztes Praktikum kam, hatten meine Gesprächspartner mein ausgedrucktes StudiVZ-Profil vor sich liegen?, erzählt der 26-Jährige. ?Zum Glück gab?s nur ein paar witzige Bemerkungen: Mein Profil zeige, dass ich Humor habe, hieß es.? Obwohl er das Praktikum anstandslos bekam, hat Jens sofort reagiert: ?Ich habe bei StudiVZ mein Foto ausgetauscht und einige Daten gelöscht. Mit so humorvollen Personalern kann ich nicht immer rechnen."
Dieser Artikel ist erschienen am 03.01.2007