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Panini nimmt Sammelbilder vom Markt

Der renommierte Hersteller von Sammelbildern stellte aus Protest gegen die angeblich vorsätzlich falschen Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Italien die Auslieferung auf nationaler Ebene ein.
sid ROM. Unterdessen haben nach dem 1:2 nach Verlängerung gegen Mitausrichter Südkorea am vergangenen Dienstag mehrere Fan-Gruppierungen zum Boykott gegen Firmen und Waren von Sponsoren und Partnern des Weltverbandes (Fifa) aufgerufen.`Das Spiel gegen Südkorea hat das Image vom sauberen Fußball, das wir so lange gepflegt haben, schwer beschädigt und uns alle entwürdigt", lautete beim Hersteller der auch in Deutschland beliebten Sammelbilder die Begründung für den Vertriebsstopp: "Unser Schritt ist ein Protest gegen die Beeinflussung der Schiedsrichter gegen Italien, die auch schon in den Vorrundenspielen mehrfach offen zu Tage getreten ist." Die Sammler, vor allem Kinder und Jugendliche, können ihre Alben allerdings noch weiterhin durch schriftliche Bestellung bei der Firma komplettieren.

Die besten Jobs von allen

Am Mittwoch hatte der Erstligist AC Perugia durch die Bekanntgabe der Trennung von Südkoreas "Golden Goal"-Schützen Ahn Jung-Hwan für Aufsehen gesorgt. Laut Präsident Luciano Gaucci könne der Klub schließlich keinen Spieler bezahlen, der "Italiens Fußball ruiniert" hat. Der Weltverband Fifa nahm dazu wie folgt Stellung. "Das ist die Sache eines Verein und seines angestellten Spielers", erklärte Fifa-Pressechef Keith Cooper auf einer Pressekonferenz im Internationalen Medien-Zentrum von Yokohama.
Dieser Artikel ist erschienen am 20.06.2002