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Ostdeutsche studieren selten zu Hause

Die Bereitschaft von Abiturienten, zum Studium in ein anderes Bundesland zu wechseln, hat sich leicht erhöht. Im Jahr 2005 gingen 31,7 Prozent - und damit 1,3 Prozent mehr als 2003 - an eine Hochschule in einem anderen Bundesland. Weibliche Studienanfänger zeigten sich dabei mobiler als ihre männlichen Kollegen. Vor allem junge Menschen aus den neuen Bundesländern gehen zum Studium in ein anderes Land: Fast 43 Prozent zog es zum Studieren in die Ferne. In den alten Bundesländern waren es nur 30 Prozent. Vor allem in Nordrhein-Westfalen (81,3), Bayern (78,5) und Baden-Württemberg (70,1) blieben überdurchschnittlich viele Studierende in dem Bundesland, in dem sie auch Abitur gemacht haben. Dagegen weisen Schleswig-Holstein (48,8) und das Saarland (47,8) die höchsten Quoten in puncto Mobilität auf.

Quelle: Kultusministerkonferenz, Bonn. Studie "Die Mobilität der Studienanfänger und Studierenden in Deutschland von 1980 bis 2005".
Hier geht's zur Studie: www.kmk.org
Dieser Artikel ist erschienen am 18.09.2007