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Ohne Aufsicht waschen

Wer seine Spül- oder Waschmaschine einschaltet und dann die Wohnung verlässt, verliert nicht zwangsläufig den Schutz seiner Hausratversicherung. Zu diesem Schluss kommt das Oberlandesgericht Koblenz. Ein Einkauf oder Spaziergang für die Dauer eines Waschgangs - also zwei bis drei Stunden - sei nicht grob fahrlässig, so die Richter. Wer aber seine Maschine morgens anstellt und abends erst wieder eintrudelt, braucht nicht auf das Verständnis der Hausratversicherung zu hoffen.

OLG Koblenz: Az. 10 U 1124/99
Dieser Artikel ist erschienen am 30.05.2002