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Nur jeder Dritte bekommt einen Studienplatz

Kurz vor dem Start des Wintersemesters hat die ZVS in dieser Woche noch 13 000 Zulassungsbescheide in den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen verschickt. Nachdem Mitte August bereits rund 8 700 Zulassungen versandt wurden, haben damit von den 66 800 Studieninteressenten nur ein Drittel einen Platz an der Uni erhalten

Die jetzt zugelassenen Studenten haben ihren Studienplatz im Hochschulauswahlverfahren erhalten, in dem neben der Abiturnote weitere Kriterien wie Einzelnoten, berufliche Vorkenntnisse, Tests oder Bewerbungsgespräche bei der Auswahl ihrer Studenten berücksichtigt werden können. Das Hochschulverfahren ist Teil der seit dem Wintersemester 2005/06 geltenden neuen Zulassungsregel. Rund 40 Prozent der Fakultäten machen von dieser Möglichkeit Gebrauch

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20 Prozent der Studienplätze werden allein nach der Abiturnote, 20 Prozent über Wartezeit und 60 Prozent im Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben. Von dieser Regelung sind die Diplomfächer Biologie und Psychologie sowie die Staatsexamensstudiengänge Medizin, Zahn- und Tiermedizin und Pharmazie betroffen

Kritisch ist die Zulassungssituation in den medizinischen Studiengängen. Von den 33 570 Medizin-Bewerber konnten nur 9 280 zugelassen werden. In Zahnmedizin wurden von 5 568 Anträge 1 646 positiv entschieden. Für den Studiengang Tiermedizin erhielten von 5 181 Bewerbern 1 142 eine Zusage.
Dieser Artikel ist erschienen am 16.10.2006