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Nur die Besten überleben

Das große Jobmessen-Sterben geht weiter. Von den rund 15 kommerziellen Veranstaltern, die sich 2001 auf dem Recruiting-Markt tummelten, sind nur noch die sieben besten aktiv. Wegen zu geringer Ausstellerzahlen meldete zuletzt der "Karrieretag" im Juni Insolvenz an. Die gesamte Branche hat mit massiven Einbußen zu kämpfen: In den letzten drei Jahren sei die Zahl der Aussteller um die Hälfte geschrumpft, schätzt Stephen Nündel, Marketingleiter des Veranstalters IQB Career Services.

Überlebt haben jene Top-Anbieter, die 2001 im Jobmessen-Ranking von Junge Karriere mit Bestnoten abschnitten: die VDI-Nachrichten-Workshops, Access, der Absolventenkongress sowie einige überregionale Studenten-Messen. "Viele Veranstalter haben sich zu sehr auf die Unternehmensbelange konzentriert und nicht auf die Interessen der Bewerber", kritisiert Christian Vöpel, Geschäftsführer der 2003 gegründeten Talents-Messen. Branchenkenner erwarten frühestens 2005 einen Aufschwung.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.08.2004