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Nützliche Geisteswissenschaftler

Zwei Drittel der international tätigen deutschen Unternehmen beschäftigen keine Geisteswissenschaftler. In denjenigen Firmen, in denen Germanisten, Romanisten oder Historiker zur Belegschaft zählen, werden sie allerdings sehr geschätzt - hier gelten die interkulturellen Kompetenzen dieser Akademiker mehrheitlich als äußerst nützlich im Geschäftsleben.

So meinen rund drei Viertel der Unternehmen, die Fähigkeit der Geisteswissenschaftler, mit Menschen aus anderen Kulturen richtig zu kommunizieren, sei bei Vertragsabschlüssen mit ausländischen Partnern entscheidend für den Erfolg. Positiv werten die Firmen auch den Einfluss bei der Kontaktaufnahme mit Kunden. Dort, wo man sich von den Qualitäten überzeugt hat, wollen mehr als 30 Prozent der Unternehmen weitere Geisteswissenschaftler einstellen.

Die besten Jobs von allen


Firmen, die noch nie mit Absolventen der entsprechenden Fächer zu tun hatten, betrachten deren Kompetenzen dagegen weit seltener als ausschlaggebend. Besser sieht es dagegen bei Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus: Vier von fünf NGOs gaben an, Geisteswissenschaftler zu beschäftigen

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult. Studie unter 106 großen Unternehmen, die weltweit Geschäftsbeziehungen pflegen, mehr als 50 Millionen Euro umsetzen und ihren Hauptsitz in Deutschland haben, sowie 108 deutschen Nichtregierungsorganisationen.

Mehr unter: www.iwkoeln.de

Dieser Artikel ist erschienen am 07.02.2008