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Noch 'ne Runde

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Bis Bewerber ihren Arbeitsvertrag in der Hand halten, müssen sie sich in Geduld üben. Vor allem internationale Konzerne scheuchen die Kandidaten durch ein wahres Dauerfeuer von Vorstellungsgesprächen: Erst mit dem Personalchef, dann mit dem Abteilungsleiter und dessen Chef, schließlich muss noch der Geschäftsführer gefragt werden.
Bis Bewerber ihren Arbeitsvertrag in der Hand halten, müssen sie sich in Geduld üben. Vor allem internationale Konzerne scheuchen die Kandidaten durch ein wahres Dauerfeuer von Vorstellungsgesprächen: Erst mit dem Personalchef, dann mit dem Abteilungsleiter und dessen Chef, schließlich muss noch der Geschäftsführer gefragt werden. So ziehen sich Bewerbungsverfahren oft über Monate hin.

Die Personalberatung HiTec Consult hat jetzt aus ihren Datenbankeinträgen analysiert, wie lange Jobkandidaten auf den erlösenden Glückwunsch warten müssen. Im Extremfall, so Geschäftsführer Lutz-Martin Busch, müssten Bewerber bis zu sechs Gesprächsrunden überstehen. ?Die Zahl der Gespräche nimmt zu, weil durch die Globalisierung viele Entscheidungen ins Ausland verlagert werden?, erklärt Busch. Er selbst empfiehlt Jobkandidaten, auf ihr Bauchgefühl zu hören und sich nicht endlos hinhalten zu lassen: ?Wenn sich ein Unternehmen nach drei Gesprächsrunden immer noch nicht entscheiden kann, dann würde ich gehen.?
Dieser Artikel ist erschienen am 27.10.2006