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Noch eine Schippe mehr

Die durchschnittliche Vergütung für die Vorstandsvorsitzenden der 30 größten im DAX notierten Aktiengesellschaften ist im Jahr 2006 deutlich gestiegen - auf 5,1 Millionen Euro von 3,9 Millionen Euro 2005.

Durchschnittlich zwei Millionen Euro erhielten 2006 die Vorstandschefs der mittelgroßen Unternehmen, die im M-DAX notiert sind. Auf den Platz des Spitzenverdieners unter den DAX-Vorstandsvorsitzenden ist laut Böckler-Stiftung Harry Roels vorgerückt. Der Chef der RWE AG erhielt danach rund 16,6 Millionen Euro. Die Böckler-Stifung bezog in ihre Rechnung Pensionsrückstellungen mit ein und bewertete Bonuszahlungen an Roels anders als die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

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Nach Aufstellung der DSW bleibt Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann Spitzenverdiener mit 13,2 Millionen Euro Jahresgehalt. Die niedrigsten Vergütungen für die Vorstandschefs zahlen unter den DAX-Unternehmen Infineon mit 1,7 Millionen und Altana mit 2,5 Millionen Euro. Unter den Unternehmen im M-DAX ist die Bandbreite bei der Vergütung der Vorstandsvorsitzenden sogar noch deutlich größer: Während bei der Deutschen Euroshop AG 491.000 Euro gezahlt wurden, bewegt sich die Puma AG mit 10,7 Millionen Euro im oberen Niveau der DAX-Gehälter

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf. Auswertung der Geschäftsberichte der DAX- und M-DAX-Unternehmen.

Infos mit Tabellenanhang sind hier nachzulesen: www.boeckler.de
Dieser Artikel ist erschienen am 30.08.2007