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Nicht über die Firma verschicken

Wer private Post über die Frankiermaschine seines Arbeitgebers laufen lässt, riskiert die fristlose Kündigung. Die Höhe des Schadens ist dabei unerheblich

In der Poststelle eines Versicherungsmakler-Unternehmens waren mehrere mit handschriftlichen Adressen versehene Briefe eines Kundenbetreuers aufgefallen. Der Portobetrag belief sich zwar nur auf weniger als fünf Euro, trotzdem wurde dem Kundenbetreuer wegen Diebstahlsversuchs fristlos gekündigt. Die hiergegen gerichtete Klage blieb erfolglos, die Kündigung ist nach einem aktuellen Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts rechtmäßig.

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Nach Ansicht der Richter hat der Kläger mit seinem Handeln seine arbeitsvertraglichen Nebenpflichten verletzt. Zu diesen gehöre auch, eine private Nutzung von Betriebsmitteln des Arbeitgebers zu unterlassen. Mit seinem Verhalten habe der Mitarbeiter "in erheblicher Weise das Vertrauen des Arbeitgebers in seine Redlichkeit gebrochen", so das Gericht

Quelle: Hessisches Landesarbeitsgericht, Frankfurt.
Az.: 16 Sa 1865/06
Dieser Artikel ist erschienen am 13.10.2007