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Neue Urteile für Studentenjobs und Kindergeld

Im ewigen Streit mit dem Finanzamt ums Kindergeld gibt es zwei neue Urteile, die Betroffenen im einen Fall mehr und im anderen zumindest nicht weniger Geld bescheren.
Positiv für Studenten und Eltern wirkt das Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg. Dort stellten die Richter fest, dass ein Student prinzipiell auch während eines Urlaubssemesters noch in der Ausbildung sein kann und somit kindergeldberechtigt ist. Die Bedingung ist allerdings, dass sich der Studierende auch während der Auszeit ernsthaft mit seinem Studium befasst. Allgemeines Lernen reicht dabei nicht, es muss schon zeitnah in eine Prüfung münden

Im zweiten Kindergeldfall wurde eine Verfassungsbeschwerde vom Bundesverfassungsgericht gar nicht erst zur Verhandlung angenommen. Dort sollte geklärt werden, ob bei der Berechnung des kindergeldunschädlichen Einkommens von Studenten auch außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben abgezogen werden können, wie bei der Einkommensteuererklärung. Nach wie vor gilt also weiter: Vom Einkommen können nur Werbungskosten abgezogen werden. Die Einkunftsgrenze liegt weiterhin bei 7.188 Euro

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FG Baden-Württemberg Az. 2 K 40/00, BFH VII R 77/02, (wegen Revision noch nicht rechtskräftig) und Bundesverfassungsgericht Az. 1 BvR 356/01

Dieser Artikel ist erschienen am 22.04.2003