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Neue Karrieren

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Die Übernahme der HypoVereinsbank durch die italienische Großbank UniCredito Italiano wird zwar rund 6.000 Jobs kosten. Doch der Zusammenschluss bietet auch ungeahnte Karriereaussichten in der zweitgrößten deutschen Privatbank: "Die werden jetzt unverbrauchte Talente für die Umstrukturierung brauchen. Für junge Leute ist das eine echte Chance", sagt Udo Steffens.
Die Übernahme der HypoVereinsbank durch die italienische Großbank UniCredito Italiano wird zwar rund 6.000 Jobs kosten. Doch der Zusammenschluss bietet auch ungeahnte Karriereaussichten in der zweitgrößten deutschen Privatbank: "Die werden jetzt unverbrauchte Talente für die Umstrukturierung brauchen. Für junge Leute ist das eine echte Chance", sagt Udo Steffens, Präsident der Frankfurter Hochschule für Bankwirtschaft und intimer Kenner der deutschen Finanzszene.

Diese Einschätzung teilt auch Professor Bernd Rudolph, Direktor des Instituts für Kapitalmarktforschung und Finanzierung an der LMU München: "Die Übernahme ist für die italienische Bank eine gute Gelegenheit, sich zu internationalisieren.

Die besten Jobs von allen


Mit der neuen Perspektive, in München, Mailand, Wien oder London zu arbeiten, könne eine Karriere bei der HVB/UniCredito durchaus lohnen. Sprungbrett könnte im Hinblick auf das künftig italienisch geprägte Management die Mailänder Elitehochschule Bocconi werden. Wer bei der neuen Großbank einsteigen will, sollte sich auf veränderte Schwerpunkte einstellen: Mit der Vermögensverwaltung (Asset Management) am HVB-Standort sei es wohl aus, glaubt Rudolph. "Das geht von München weg, wie auch das Private Banking." Gut hingegen seien die Aussichten im Firmenkundengeschäft. Das könnte in München sogar wachsen.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.06.2005