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Namen merken

Britta Domke
Gesichter wiederzuerkennen, ist für die meisten Menschen kein Problem. "Den habe ich schon mal irgendwo gesehen", heißt es dann. Aber wie war noch gleich der Name? Was fehlt, ist eine feste Verknüpfung zwischen Müller, Meyer, Schmitz und der äußeren Erscheinung.
Namen merken

Gesichter wiederzuerkennen, ist für die meisten Menschen kein Problem. "Den habe ich schon mal irgendwo gesehen", heißt es dann. Aber wie war noch gleich der Name? Was fehlt, ist eine feste Verknüpfung zwischen Müller, Meyer, Schmitz und der äußeren Erscheinung. Die lässt sich in wenigen Schritten herstellen und - ein wenig Übung vorausgesetzt - ins Langzeitgedächtnis übertragen

Übersetzen Sie den Namen in ein oder mehrere Bilder. Bei Sandra Poppelreuther zum Beispiel stellen Sie sich eine Frau vor, die auf einem Pferd reitet und dabei in der Nase popelt. Das Pferd bockt, und die Frau fällt in den Sand. Da diese Bilder nur in Ihrem Kopf stattfinden, dürfen sie ruhig geschmacklos sein. Namen ohne erkennbare Bedeutung sind schwerer zu merken. Bewährt haben sich phonetische Brücken (Palumbo = Inspektor Columbo verspeist eine Dose Pal-Hundefutter), Wortsplittings (Hamerski = jemand zerschlägt mit dem Hammer einen Ski) oder der Einbau prominenter Namensvetter ins Bild (Michael = z.B. Michael Schumacher). Die Schreibweise ist zunächst Nebensache. Ob sich Frau Becker vielleicht doch mit ä schreibt, können Sie sich einprägen, wenn das Bild in Ihrem Kopf sitzt.

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Merken Sie sich eine Besonderheit im Gesicht oder am Körper Ihres Gegenübers, etwa blonde Engelslocken, eine Hakennase, blasse Haut, einen muffeligen Gesichtsausdruck oder Ähnlichkeit mit einer bekannten Persönlichkeit

Verknüpfen Sie das Bild, das Sie sich vom Namen gemacht haben, mit der optischen Besonderheit. Wenn Teresa Müller beispielsweise einen Gipsarm trägt, dann stellen Sie sich vor, wie Mutter Teresa in einer Mühle den Gips zermahlt. Das Bild bleibt haften, auch wenn der Gips längst ab ist

Wiederholen Sie jede Lerneinheit (auch für Zahlen oder Listen, siehe unten) nach 30 Minuten, zwei Stunden, einem Tag, einer Woche, einem Monat und einem halben Jahr. Dann sollte sie bombensicher in Ihrem Gedächtnis verankert sein.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.05.2005