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Mythos Markt?

Mythos Markt? Diese Frage stellt die Körber-Stiftung jungen Wissenschaftlern unter Dreißig im Rahmen des diesjährigen Deutschen Studienpreises. 351 junge Doktoranden und Studierende sind dem Aufruf gefolgt und beteiligten sich mit Forschungsarbeiten am Deutschen Studienpreis 2005. Teilnehmen konnten Forscher aller Fachrichtungen, besonders rege waren Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. Die fünf Forscher, die mit ihren Arbeiten am meisten überzeugen, erhalten am 2. Mai Preise im Wert von je 5.000 Euro.Ist der Markt nun ein Mythos? ?Den jungen Wissenschaftlern ist jede Ideologie suspekt. Sie glauben weder an Marx noch an den Markt?, kommentiert Dr. Lothar Dittmer, Geschäftsführer des Studienpreises, die Ergebnisse. ?Gerade deshalb ist es ihnen gelungen, eine ganze Reihe arbeitsmarktpolitischer Credos in Frage zu stellen oder gar zu widerlegen?. Gutes Beispiel hierfür sind die Arbeiten zweier Wirtschaftswissenschaftlerinnen, die in der Endauswahl vorgestellt werden. Sie zeigen, dass ein Studium heute kaum noch Vorteile bei Einkommen oder Karriere bringt und widersprechen damit der festen Überzeugung der meisten Karriereberater, die nach wie vor zu einem Studium raten.

Die besten Jobs von allen

Vom 30. April bis 2. Mai stellen die 15 besten Teilnehmer ihre Beiträge in der Berlin-Brandenburgischen Akademie vor, die fünf Spitzenpreisträger werden dort ermittelt. Die Verleihung des Deutschen Studienpreises 2005 findet im Anschluss am 2. Mai ab 11 Uhr im Leibnizsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt.Mehr Infos gibt?s unter www.studienpreis.de
Dieser Artikel ist erschienen am 20.04.2005