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Motor für den Markteinstieg

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In Hightech-Gründungen liegt ein großer Teil der ökonomischen Zukunft, doch das vorhandene Know-how wird viel zu selten im Markt umgesetzt. Die Zahl der aktuellen Gründungen liegt 30 Prozent unter dem Niveau von 1995
In Hightech-Gründungen liegt ein großer Teil der ökonomischen Zukunft, doch das vorhandene Know-how wird viel zu selten im Markt umgesetzt. Die Zahl der aktuellen Gründungen liegt 30 Prozent unter dem Niveau von 1995. ?Der Weg von der Idee bis zum Unternehmen wird in Deutschland zu wenig unterstützt?, stellt Carsten Rudolph, Projektleiter der Gründerinitiative ?unternimm was? von Microsoft Deutschland fest. Zusammen mit dem Beratungsunternehmen VDI/VDE-IT hat er untersucht, welche Rolle Businessplan-Wettbewerbe dabei spielen: Gut 80 Prozent der Startups entwickelten sich nach ihrer Teilnahme an einem solchen Wettbewerb zu soliden Kleinunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern und mehreren 100.000 Euro Umsatz.

8,6 Prozent der Unternehmen seien sogar besonders wachstumsstark mit mehr als 25 Mitarbeitern und Millionenumsätzen. Der Trend, Gründungen in Form von Wettbewerben zu fördern, verstärke sich zwar, so Rudolph. Leider aber seien es zumeist kleine Wettbewerbe, die ?nur Leute auf die Bühne stellen und dann wieder vergessen?. Statt vieler Kleininitiativen in den Bundesländern fordert Rudolph jeweils eine große pro Region, die mehr Durchschlagskraft verspricht und durch ihre Größe, die Betreuungsintensität und mit potenten Kapitalgebern im Rücken die guten Ideen erst anzieht. Hier seien Landespolitik und Verbände gefragt, die Kräfte zu bündeln und die Entwicklung in entsprechende Bahnen zu lenken.
Dieser Artikel ist erschienen am 03.01.2007