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Moderatorin 1-2-3.TV

mse
"Das Talent, viel zu reden, hatte ich schon immer", sagt die heute 25-jährige Daniela Aschenbach. So nahm die Bad Tölzerin auch von klein auf jede Gelegenheit wahr, das Präsentieren und Moderieren zu üben
"Das Talent, viel zu reden, hatte ich schon immer", sagt die heute 25-jährige Daniela Aschenbach. So nahm die Bad Tölzerin auch von klein auf jede Gelegenheit wahr, das Präsentieren und Moderieren zu üben - bei Kinderfesten und Sportveranstaltungen, dann bei Modenschauen bei Radio Arabella und im Oberlandfernsehen

Journalistisches Handwerk erlernte die damals 21-Jährige schließlich bei Radio Alpenwelle - in einem zweijährigen Hörfunkvolontariat. Zwei weitere Jahre - bis zum Februar 2004 - arbeitete sie dort als fest angestellte Redakteurin. Dann lockte das Fernsehen: TV-Moderationen "Formel 1 WIN" bei Tele 5 und "Flugbörse TV" bei Sendern wie Sachsen TV, Rhein -Main TV, Hamburg 1, FAB und Cityinfo TV München. Seit Oktober 2004 arbeitet sie als TV-Moderation bei 1-2-3.TV, Deutschlands erstem Schnäppchensender. Drei Stunden am Stück verkauft sie live Haushaltswaren, Schmuck oder Digitalkameras - eben gerade das, was im Angebot ist. "Das ist ziemlich anstrengend in einem Durch so viel zu erzählen", sagt die Bayerin. Aschenbach ist eine von zurzeit zehn freiberuflichen Moderatoren, die für 1-2-3.TV arbeiten. Zehn Tage arbeitet sie im Monat für den Verkaufssender - von 8 bis 18 Uhr mit Vorbereitung, Produktsichtung und Sendung. Den Rest der monatlichen Zeit hat sie andere Nebenjobs - weitgehend Moderationen. "Bei 1-2-3.TV liest man nicht vom Teleprompter ab. Das ist schon was anderes, als irgendwelche Texte vor der Kamera vorzulesen. Man muss sehr spontan und redefreudig sein. Man muss Lust an der Selbstdarstellung haben und phantasievoll sein, um immer wieder neu und interessant über ein Produkt zu sprechen."

Die besten Jobs von allen


Ein Studium will Aschenbach nicht ausschließen. "Moderieren geht auch ohne Studium. Aber ich hätte schon Lust, eins dranzuhängen". Nur manchmal träumt sie von den TV-Spitzen-Moderatoren und ihren Sendungen wie "Wetten dass". "Die sind aber weit, weit weg", meint Aschenbach. Dennoch: "Moderatorin bleibt mein Traumberuf. Homeshopping muss ich nicht das ganze Leben lang machen, aber ich schließe es nicht aus. Denn wissen Sie: Anders als in irgendwelchen Musik- oder Jugendkultsendungen, wo man ständig und immer hip seien muss, kann ich Gurkenhobler auch noch präsentieren, wenn ich 50 Jahre alt bin."

Dieser Artikel ist erschienen am 23.02.2005