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Modemesse Düsseldorf verliert Top-Managerin

Von Inge Hufschlag, Handelsblatt
Mit der Executive Directorin Mirjam Dietz verliert die Igedo eine ihrer attraktivsten Botschafterinnen ? ausgerechnet in dem Bereich, wo die Berliner dabei sind, Düsseldorf den Rang abzulaufen: bei den jungen kreativen Modethemen.
DÜSSELDORF. Mit der Executive Directorin verliert die Igedo eine ihrer attraktivsten Botschafterinnen ? ausgerechnet in dem Bereich, wo die Berliner dabei sind, Düsseldorf den Rang abzulaufen: bei den jungen kreativen Modethemen.Dietz war verantwortlich für Abteilungen wie die ?Gallery?, die ?cpd-xsite? oder die ?reevolutions?, die jüngst mangels Masse abgesagt werden musste. Mit der Prokura bekam sie im vergangenen Jahr neue Aufgaben dazu: Standplanung und Messeorganisation für die ?cpd woman-man?. Da gibt?s nun weniger woman, nur noch man: Geschäftsführer Gerald Böse.

Die besten Jobs von allen

Nicht nur Männer ziehen mit 40 Jahren Zwischenbilanz. Mirjam Dietz wird am 10. April so alt. Dabei mag sie nicht nur davon enttäuscht worden sein, dass die in 13 Jahren unter dem Patriarchen Manfred Kronen (?Mister Igedo?) erarbeitete Position dann doch nicht die war, die sie für sich gewollt hat. Jetzt will sie selbstständig arbeiten: ?Es gibt mehrere Optionen?, erklärt sie.Die aparte Frau, die gern die avantgardistische Mode japanischer Designer trägt, hat ein Händchen für junge Talente im hart umkämpften Geschäft mit den Trends. Das wird sie künftig kaum in den Schoss legen, obwohl sie jetzt leicht auch andere Karten auf den Tisch legen könnte: ?Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, meine Hunde.? Und das Herz-As: Töchterchen Theresa, sieben Jahre alt. Schließlich ist die Karrierefrau Mirjam Dietz auch noch verheiratet ? aber jetzt nicht mehr mit der Igedo.
Dieser Artikel ist erschienen am 13.02.2004