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Mobilfunker spricht für BMW

Von Christoph Hardt
Maximilian Schöberl, bisher Chef der Unternehmenskommunikation der deutschen Vodafone in Düsseldorf, wird im April 2006 neuer Chef der Konzernkommunikation der Münchener BMW AG. Für Schöberl ist es ein Karrieresprung der besonderen Art.
Foto: dpa
MÜNCHEN. Maximilian Schöberl also, bisher Chef der Unternehmenskommunikation der deutschen Vodafone in Düsseldorf, wird im April 2006 neuer Chef der Konzernkommunikation der Münchener BMW AG.Für Schöberl bedeutet das einen Karrieresprung der besonderen Art, tritt er doch in die Fußstapfen von Richard Gaul, 59, einem der profiliertesten Kommunikationschefs der deutschen Unternehmenslandschaft. Über die Nachfolge Gauls war lange spekuliert worden. Die Lösung der Aufgabe gestaltete sich nicht eben leicht, da es galt, für den in Bayern und der Autoszene bestens kontakteten Gaul einen adäquaten Nachfolger zu finden. Im Ergebnis wird Gaul seinen Nachfolger einarbeiten und den Konzern erst Ende 2006 verlassen.

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Mit Schöberl haben die Münchener einen weit über die Unternehmenskommunikation hinaus erfahrenen Fachmann gefunden. Der in Göttingen geborene Betriebswirt startete seine Karriere 1991 beim ZDF als Redakteur. Ein Jahr später übernahm er die Leitung der Pressearbeit der CSU und diente dem langjährigen Parteichef und Finanzminister Theo Waigel als Sprecher. Nach dem Ende der Regierung Kohl/Waigel 1998 zog es den Wahlbayern in die Geschäftsführung der Kirch-Beteiligungsgesellschaft. Später arbeitete er im Team des Insolvenzverwalters an der Abwicklung des Kirch-Imperiums.Dann zieht es Schöberl 2003 mit seiner Frau Birgitt an die Spree. In Berlin baut er die Konzernrepräsentanz für Vodafone auf, wird zu einem Spezialisten für die Fallstricke des Regulierungsrechts. Ein Jahr später steigt er zum Chef der Unternehmenskommunikation von Vodafone Deutschland auf. ?Mir ist es wichtig, hier ein gut bestelltes Haus zu hinterlassen?, sagte er dem Handelsblatt. So wird sich der Vater zweier Kinder noch an der Suche seines Nachfolgers beteiligen.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.10.2005