Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Mobilcom-Chef geht offenbar im Streit

Von wegen "bestes Einvernehmen": Der Chef der Telekommunikationsfirma Mobilcom, Thorsten Grenz, verlässt das Unternehmen offenbar wegen eines handfesten Streits mit dem Großaktionär Texas Pacific Group. Es geht - wie könnte es anders sein - um Geld.
Die Chefs von mobilcom und freenet, Thorsten Grenz (l) und Eckhard Spoerr.
HB SCHLESWIG. Wie der "Spiegel" berichtet, drängt die Investmentfirma darauf, die liquiden Mittel auszuschütten und zur Finanzierung einer höheren Dividende Kredite aufzunehmen. Das habe Grenz aus Sorge vor einer Auszehrung der Mobilcom verhindern wollen. Das Magazin beruft sich dabei auf Aufsichtsratskreise.Ein Mobilcom-Sprecher sagte zu dem Bericht, über Ausschüttungen sei im Aufsichtsrat nicht gesprochen worden. Grenz scheide im besten Einvernehmen aus. Am Freitag hatte Mobilcom mitgeteilt, Freenet-Chef Eckhard Spoerr solle nach der Verschmelzung mit der Muttergesellschaft Mobilcom Vorstandsvorsitzender des neuen Unternehmens werden. Grenz, der die Verschmelzung vorangetrieben hatte, werde hingegen den Vorstand des Mobilfunkdienstleisters verlassen.

Die besten Jobs von allen

Der US-Finanzinvestor Texas Pacific Group ist im Mai dieses Jahres mit rund 28 Prozent bei Mobilcom eingestiegen und hat dort drei Aufsichtsratsmandate übernommen.
Dieser Artikel ist erschienen am 10.07.2005