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Mitarbeiter-Werben-Mitarbeiter-Programme

Mitarbeiter-Werben-Mitarbeiter-Programme sparen Unternehmen nicht nur viel Geld, sie haben auch eine sehr hohe Erfolgsquote und liegen voll im Trend, berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere in seiner am 30. Juni erscheinenden Juli-Ausgabe.

Bis zu zwei Drittel aller freien Stellen werden inzwischen unter der Hand vergeben, immer häufiger setzen Unternehmen dabei verstärkt auf den Bekanntenkreis ihrer Beleg­schaft. Für den Arbeitgeber lohnt sich das Investment fast immer: Unterneh­men, die ihre Mitarbeiter selbst nach passenden Bewerbern suchen lassen, statt Anzeigen zu schalten oder Headhunter zu beauftragen, können bis zu 30 000 Euro pro Ein­stellung sparen.

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Weiterer Vorteil: Kein anderes Recruiting-Instrument besitzt eine so hohe Erfolgs­quote: 83 Prozent der Anwerbungen über Empfehlungen führen zur Einstellung, hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung festgestellt. Zeitungsanzeigen kommen auf eine Trefferquote von gerade mal 58 Prozent, Online-Inserate sogar nur auf 28 Prozent

Seit es mit dem Arbeitsmarkt langsam wieder bergauf geht und die ersten Branchen über akuten Bewerbermangel klagen, planen etliche Unternehmen eine Erst- oder Neuauflage der attraktiven Kopfprämien. Beliebt sind die Programme vor allem bei Beratungs- und IT-Unternehmen, Töchtern amerikanischer Konzerne und im Struktur­­vertrieb.

Der Anreiz, seinen Freundes- und Bekanntenkreis nach passenden Kandidaten für einen freien Posten beim eigenen Arbeitgeber zu durchforsten, ist fast immer der gleiche: Geld. Bis zu 5 000 Euro Prämie sind je nach Branche drin. Laut karriere-Recherchen vergüten beispielsweise Accenture, Citibank, Motorola und Microsoft eine erfolgreiche Mitarbeiterwerbung mit jeweils 1 500 Euro. Bei SAS Deutschland gibt es 1 000 Euro, bei der Comdirect Bank noch 500 Euro.

Die Juli-Ausgabe von karriere erscheint am 30. Juni 2006.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.06.2006