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Mit vollem Geldbeutel lernt es sich leichter

Von Carolyn Braun, Handelsblatt
Für Studenten gibt es vieles günstiger oder umsonst. Nicht nur beim Theaterbesuch, auch beim Girokonto ? Pflicht für jeden, der Miete überweisen muss ? sparen Studenten Geld. EC-Karte und Kontoführung gibt es bei fast allen Banken für lau.
HB DÜSSELDORF. Nicht nur beim Theaterbesuch, auch beim Girokonto ? Pflicht für jeden, der Miete überweisen muss ? sparen Studenten Geld. EC-Karte und Kontoführung gibt es bei fast allen Banken für lau. Daneben, so Sigrid Herbst vom Finanzberater FMH, bieten einige Institute auch kostenlose Kreditkarten an ? zum Beispiel die Hypo-Vereinsbank, die Commerzbank, die VW-Bank und 1822 direkt. Allerdings zahlt die Commerzbank keine Zinsen auf das Guthaben. Bei der VW-Bank gibt es 2,15 Prozent. Dafür muss das Konto online geführt werden, und die Bank hat keine eigenen Geldautomaten. Deswegen darf man pro Quartal nur sechs Mal kostenfrei Geld abheben.Auch die Krankenversicherung ist unter bestimmten Umständen kostenlos. Wer weniger als 335 Euro im Monat verdient, ist als Student bis zum 25. Lebensjahr in der gesetzlichen Kasse der Eltern mitversichert. Wehr- oder Zivildienst wird verlängernd angerechnet. Wer länger beziehungsweise später studiert oder mehr verdient, und nicht nachweisen kann, dass ?seine Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird?, fällt in die studentische Krankenversicherung der gesetzlichen Kassen. Er muss im Wintersemester 2004/05 monatlich 46,60 Euro für Krankenversicherung und 7,92 Euro für die Pflegeversicherung berappen.

Die besten Jobs von allen

Auch wenn die eigene Bude häufig nicht prächtig ausgestattet ist, sollten Studenten bei Sachschäden auf eine private Haftpflichtversicherung zurückgreifen können. Bei Personen- oder Sachschäden sollte sie zwei Mill. Euro abdecken, bei Vermögensschäden 50 000 Euro, raten Verbraucherschützer. Wer die Beiträge jährlich statt monatlich entrichtet, spart Geld. Durch eine feste Eigenbeteiligung im Schadensfall wird es noch mal billiger.An eine Berufsunfähigkeitsversicherung denken Studenten häufig erst gar nicht. Dabei bekommen sie bei Erwerbsminderung meist keine Rente, da sie die nötige Wartezeit nicht erfüllt haben. Sie müssen sich anders absichern. Allerdings: ?Weil Studenten noch keinen Beruf ausüben, besteht bei einer herkömmlichen Versicherung gegen Berufsunfähigkeit die Gefahr, dass sie im Schadensfall nicht leistet?, warnt die Verbraucherzentrale Sachsen. Also sollten sie darauf achten, dass der Vertrag eine Erwerbsunfähigkeitsklausel enthält. Wer das Geld für die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht hat, kann alternativ über eine Unfallversicherung nachdenken.Viele studierende Fernsehnutzer sind nicht bei der Gebühreneinzugszentrale gemeldet. Dabei lohnt sich Schwarzsehen gar nicht. Denn Jung-Akademiker mit niedrigem Einkommen können sich von der Rundfunkgebühr befreien lassen. Beim Sozialamt gibt es das Formular. So kommt man auch an den Sozialanschluss der Telekom, der die Telefonrechnung jeden Monat um rund acht Euro billiger macht ? wenn die Gespräche über den Ex-Monopolisten geführt werden. Statt des Gangs zum Sozialamt reicht für den Sozialanschluss auch der Bafög-Bescheid.
Dieser Artikel ist erschienen am 01.11.2004