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Mit Investitionen durch die Flaute

Unternehmen, die sich in einer Konjunkturkrise vornehmlich auf Einsparungen konzentrieren, verlieren in der anschließenden Wachstumsperiode meist deutlich an Marktanteilen. Das hat eine Studie der Mercer-Management-Beratung ergeben. Mercer hat für die Studie die Strategie und spätere Entwicklung von 800 Unternehmen seit der letzten großen Wirtschaftskrise Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre bis heute untersucht. Erfolgreiche Unternehmen haben laut Mercer nicht blind gespart und jeden nur möglichen Auftrag angenommen, sondern sie haben die Rezession genutzt, um ihre Kunden- und Zuliefererlandschaft zu durchforsten. Von Kunden, die weder Profit bringen, noch für die zukünftige Ausrichtung wichtig sind, sollte das Unternehmen sich trennen. Selbstverständlich müssen Unternehmen in schlechten Zeiten sparen , sagt Peter Baumgartner, Autor der Studie. Aber sie müssen auch investieren, um von dem folgenden Aufschwung überproportional zu profitieren.
Dieser Artikel ist erschienen am 28.01.2002