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Michael König

Lebenslauf
Einführungstext
Ein typischer Tag
?Rubicon ? alea iacta est?
Spring Term Start
Ein schwarzer Tag für Cass?...
Hochzeit auf Raten oder "Leveraged Wedding"
"Reality Check"
Besuch von Queen Elisabeth
"Changing career" - eine Fallstudie über einen erfolgreichen Karrierewechsel












"Changing career" - eine Fallstudie über einen erfolgreichen Karrierewechsel

Die besten Jobs von allen


Keine Sorge, es hat nicht schon wieder jemand geheiratet - das Foto stellt zwar meinen britischen Studienkollegen Paul Goldsmith als glücklichen Bräutigam dar, er ist aber auch der große Held unserer "success story": Unter den vielfältigen Motiven, einen MBA zu machen, findet man oft "Karrierewechsel". Der Traum, nach dem MBA etwas ganz Neues anzufangen und der Wunsch z.B. von Finanz zu General Management oder umgekehrt zu wechseln ist in der Realität oft schwer umsetzbar: in einem derzeit gesättigten Arbeitsmarkt in einem economic downturn sind Umsteiger-Jobs schwer zu finden. Mit einem MBA im Portfolio hat man es natürlich leichter, aber es sind eine gehörige Portion Verhandlungsgeschick, mittelfristiges Denken und Glück notwendig, um dieses Ziel auch zu erreichen. Mittelfristiges Denken deswegen, da es ohne entsprechende Erfahrung oft nicht sofort möglich ist, in eine leitende Position in der neuen Branche/Industrie/Berufsfeld einzusteigen.

Dennoch ist Pessimismus nicht angebracht, wie Paul's Geschichte beweist. Mit etwas Mut, MBA know-how im Rucksack (und Glück) kann man den totalen Karriere-"cross over" auch unter schwierigen Rahmenbedingungen schaffen:

Paul's background ist Management Consulting im IT-Bereich. Er arbeitete vor dem MBA für eines der Big5 Consulting Unternehmen und danach für mehrere erfolgreiche dot.com's und war rein auf IT spezialisiert. Toller Job, gut bezahlt, keine Sorgen. Wie das Leben aber so spielt, war Paul leider eines der Opfer der Entwicklungen nach dem Platzen der großen "Internet-Seifenblase", von heute auf morgen war sein Wissen nicht mehr gefragt. Paul war arbeitslos. Peng ! Totale Veränderung. Was nun ?

Paul entschloss sich, diese Situation bestmöglich zu nutzen und begann einen MBA. Natürlich war von Anfang an für ihn klar, das das Ziel des MBAs Karrierewechsel lautet, weg vom reinen IT-Bereich zu einem neuen spannenden Berufsfeld. Ein sehr ehrgeiziges Ziel, viele meinten, zu ehrgeizig. Er war geradezu überwältigt von dem Gedanken, das Erlernte und seine Team-Erfahrungen während des MBAs für seine neue berufliche Orientierung zu nutzen. Nach den core courses wählte er electives, mit denen er sein know-how ergänzen und "über den Tellerrand" blicken konnte.

Paul ist ein Naturtalent in Kommunikation, eine Eigenschaft, die ihm während seiner letzten Jobs gar nicht bewusst war, sich aber in den intensiven Team-Arbeiten und stressigen Präsentationen im Laufe des MBAs zunehmend herauskristallisierte: Er "kann gut" mit anderen Menschen und ist sehr effizient im Verfassen von schriftlichen Zusammenfassungen, essays, courseworks, etc. Eine Erkenntnis, die sich entscheidend auf seine post-MBA Karriere auswirken sollte !

Das career service der Cass Business School unterstützt die Studenten tatkräftig bei der Auswahl von MBA summer business projects, und eines Tages kam ein e-mail mit einem Projekt-Proposal für ein Corporate Public Relations Unternehmen. Paul nützte diese Chance, bewarb sich sofort (mit ein bisschen Skepsis, ob er dafür ausreichend qualifiziert sei) und wurde tatsächlich zu einem Interview eingeladen. Obwohl er keine signifikante Berufserfahrung im PR-Bereich hat, konnte er durch seine im Rahmen des MBAs erworbenen Kenntnisse in der Unternehmensanalyse, Kommunikation und "cultural responsibility" überzeugen. Eine Eigenschaft, die ihm vor dem MBA kaum bewusst war, stellte sich als Kernkompetenz und entscheidender Vorteil heraus: gute Kommunikationsfähigkeit. Das Unternehmen suchte jemanden mit dieser Fähigkeit UND einem erstklassigen business background. Und es kam noch besser: Paul beeindruckte in den Interviews derart, dass er sofort ein Jobangebot bekam, Arbeitsbeginn 1. Juli, also ist das MBA-Projekt bereits in seinem neuen Job abzuwickeln. Eine fantastische Erfolgs-Story. Während die meisten meiner Studienkollegen im Juli ihre Sommer-Praktika antreten, ist Paul bereits full-time im neuen Job beschäftigt. Sein Ziel, ein neues interessantes Berufsfeld zu finden und einen Karrierewechsel zu machen, hat er geschafft: vom IT-Spezialisten zum PR executive. Die vielen langen Stunden (und Nächte) gemeinsam mit seinen Teamkollegen und das Spektrum an neuen Erfahrungen während des MBA-Studiums haben ihm geholfen, feedback über sich selbst zu erhalten und sich zu verändern.

Diese "Fallstudie" sollte ein Ansporn für all jene unter uns sein, die den MBA zum Karrierewechsel nutzen möchten: Es ist möglich, mit Mut und Konzentration auf jene Dinge, die man gut kann. Der Stress in den Teams während des Studiums ist oft sehr groß, aber dies hilft, ein klareres Bild über sich selbst zu erhalten, Schwächen kennen zu lernen und auszumerzen und Stärken weiter auszubauen. Natürlich braucht man auch das Quäntchen Glück, aber wie Paul's Geschichte beweist, gehört das Glück den Tüchtigen.

Besuch von Queen Elisabeth

Der 7. Mai 2003 ist ein ganz besonderer Tag in der Geschichte der Cass Business School. Queen Elisabeth II und Prinz Philipp, Duke of Edinburgh, eröffneten offiziell das neue Cass-Gebäude in der Bunhill Row im Herzen der City, welches seit Herbst 2002 die Heimat des MBA-Programms ist. Ein aufregender Tag für alle MBA-Studenten, zumal wir die Gelegenheit hatten, einige Minuten mit der Queen und Mitgliedern der Royal Party zu plaudern.

Besonders fasziniert war Queen Elisabeth vom Mergers&Acquisitions-Game (sie erwischte auch einen Studenten, der statt eine Strategie gegen den "corporate raider" auszutüfteln ein e-mail schrieb, worauf sie meinte "Aahh, You pretend to work while you are indeed writing an e-mail?). Eine witzige Situation ergab sich auch, als die Queen Amit - den Bräutigam der "leveraged wedding" story - fragte: "You must be from India !", worauf er entgegnete "No, Mam. I am indeed from Newcastle". Nach ein paar Sekunden meinte sie dann "Well, I hope you don't try to confuse me, my dear", wechselte schnell das Thema und stellte ein paar Fragen über das MBA-Studium. Zu Amit's Ehrenrettung sei erwähnt, dass er tatsächlich aus Newcastle stammt?..

Sowohl die Queen als auch Prinz Philipp nahmen sich Zeit, mit nahezu allen MBA-Studenten zuerst im Rahmen des offiziellen Programms und danach auch bei einem Glas Sekt im Atrium ein paar Worte zu wechseln. Prinz Philipp interessierte sich besonders für unseren beruflichen Background und die Perspektiven nach dem MBA, und wie wir uns unsere post-MBA Karrieren vorstellen. Der Besuch der Queen endete mit einer akademischen Feier, in deren Rahmen einem langjährigen Förderer der Universität die Ehrendoktorwürde verlieren wurde.

Dieser Tag ist für uns alle sicher ein unvergessliches Erlebnis. Auf dem zweiten Foto bin ich ganz rechts zu sehen. Als ich der Queen mitteilte, wo ich herkomme, meinte sie "You must go home and tell everybody about your experiences here", was ich im Rahmen dieses MBA-Tagebuches natürlich sehr gerne mache.

Liebe Grüsse, Euer Michael

"Reality Check"

Der spring term ist mit der "final exam" week vorige Woche zu Ende gegangen. Mit Strategy, Corporate Governance, HRM, Operations Management und zwei electives (International Economics, International Marketing oder Corporate Governance und Advanced Accounting) gab es einige courseworks, Fallstudien und Prüfungen zu knacken. Ich sehe das Ende dieses Abschnitts mit einem "lachenden und einem weinenden Auge": Einerseits ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im MBA geschafft, andererseits ist nun durch die Wahl unterschiedlicher electives im kommenden term offiziell die Zusammenarbeit des Teams "Rubicon" beendet. Unser multikulturelles Team hat in den abgelaufenen sieben Monaten viel gemeinsam geleistet und wir werden auch weiterhin alle möglichen Synergien als Team nützen.

Ende März fand die Präsentation unseres "Strategy Project" statt. "Rubicon" fieberte diesem Termin schon wochenlang entgegen, es galt einem assessment panel bestehend aus Professoren, Praktikern und Alumni die findings und Arbeit der letztens sechs Monate vorzustellen und zu verteidigen. In der Woche vor der final presentation verbrachte unser Team beinahe jede Nacht zusammen, um an den letzen Änderungen zu feilen und die Präsentation selbst zu proben?..der "judgement day" rückte näher und näher. Die Präsentation selbst lief dann ganz gut, obwohl wir uns voll in's Zeug legen mussten, um unsere Juroren zu überzeugen. Vor allem unsere Empfehlungen für die zukünftige Strategie für "ECT", das Unternehmen, welches wir für sechs Monate in allen Facetten untersuchen und beleuchten konnten, wurden heftig kritisiert. Die Situation war ähnlich einer Aufsichtsratssitzung: Der CEO und sein Team mussten ihre Ideen verkaufen und dem Druck und Widerstand der Aufsichtsratsmitglieder/Eigentümer standhalten. Jeder von uns war voll gefordert, die Luft im Raum war "zum Schneiden". Nach der Präsentation hatten wir weitere 5 Tage Zeit, unseren Bericht anzupassen und als coursework abzugeben. Alles in allem ein tolles Projekt, unser Projekt-Unternehmen wird unsere Vorschläge zum Teil umsetzen und alle Team-Mitglieder konnten wertvolle Erfahrungen sammeln.

Die Hälfte des MBA liegt jetzt hinter uns, und die kommenden Monate bestehen aus weiteren elective courses und vor allem dem summer business project am Ende des MBAs. Nach den anstrengenden Wochen der core courses und den Strapazen der Prüfungsvorbereitungen ist nun Zeit, kritisch in die Zukunft zu blicken und die post-MBA-Karriere einem "reality check" zu unterziehen. Vor sieben Monaten haben wir ein MBA-Programm aus den unterschiedlichsten Motivationen begonnen: Karrierewechsel, Erwerb von Management-Fähigkeiten, Lernen von Soft-Skills, Strategie, uvm. In sechs Monaten werden wir den Cass-MBA abgeschlossen haben und wieder ins Berufsleben eintreten. Die Frage ist nur: Wird es den Traumjob nach dem MBA geben und wie wird dieser aussehen ?

Ein Schlüssel zum Erfolg und unsere weitere Karriere ist sicher das summer business project, welches uns ermöglicht, unser angeeignetes Wissen und unsere Erfahrungen im MBA Programm in einem Unternehmen umzusetzen und uns selbst zu positionieren. Das summer business project kann entweder als internship, als Consulting-Projekt für ein Unternehmen oder als selbständiges research project absolviert werden. In jedem Fall ist eine MBA dissertation zu schreiben.

Im März fand eine "MBA Project Fair" statt, auf der interessierte Unternehmen on-campus ihre Projektvorschläge präsentierten und Studenten die Möglichkeit hatten, direkte Kontakte mit den companies zu knüpfen und selbst Ideen für Projekte einzubringen. Das Ergebnis war überwältigend, viele meiner MBA-Kollegen konnten ihr ideales Projekt finden. Was im Englischen so schön "schmoozing around" und "working a room" heißt, erwies sich als äußerst erfolgreiches Rezept: Viele Projekte wurden erst durch das Gespräch mit den Managern der präsentierenden Unternehmen geboren. Das Cass-Career Resource Service konnte zusätzlich einige wertvolle Kontakte zu Unternehmen herstellen, die an der project fair nicht teilnehmen konnten. Interviews folgten aus Interviews und wir können trotz der angespannten Situation am MBA-Markt durchaus zufrieden sein. Es ist interessant festzustellen, dass neben den großen Consulting-Unternehmen und Investmentbanken zunehmen Klein- und Mittelbetriebe sowie Stiftungen und öffentliche Einrichtungen Manager mit MBA-Qualifikation nachfragen. Ein weiterer Trend geht in Richtung individueller research projects. Einige meiner Kollegen haben eine konkrete Idee, die sie selbst umsetzen möchten, dies reicht von der Gründung eines start-ups mithilfe des Netzwerks des Cass Consulting Clubs bis hin zu cross-over projects, die einen reinen Forschungsschwerpunkt haben. Tatsächlich gibt es nur noch wenige Studenten, die aktiv auf Suche nach einem Projekt sind.

Mein eigenes summer business project kann wohl im Bereich "cross-over" verbucht werden. Das Thema, welches ich gemeinsam mit meinem britischen Projekt-Kollegen Peter untersuchen möchte, könnte von meiner bisherigen Finanzer-Karriere nicht weiter entfernt sein: "Pan-European Film Production". Unser Ziel ist es, einerseits die einzelnen Strategien nationaler Filmförderung zu analysieren und herauszufinden, wie effizient diese eingesetzt werden, und andererseits ein Framework für grenzüberschreitende Europäische Film-Produktionen zu entwerfen: Was sind die kritischen Erfolgsfaktoren für Filmproduzenten, welche Rahmenbedingungen gibt es z.B. für shootings in Deutschland, Tschechien oder Frankreich und vor allem auch in den neuen EU-Mitgliedsstaaten, und insbesondere wie kann Europäische Filmförderung multilateral eingesetzt werden (z.B. im Falle einer Co-Produktion zwischen einem britischen und österreichischen Produzenten). Dieses Projekt bietet einen faszinierenden Einblick in die Entertainmen & Movie Industrie, die unserer Ansicht nach die "booming industry" in den nächsten Jahren sein wird. Durch Peters langjährige Erfahrung als Gaffer im Filmgeschäft und meine Finanzer-Erfahrung sehen wir einige Synergien, die wir in das Projekt einbringen können. Eine unserer größten Herausforderungen ist es, Sponsoren für unser Projekt zu gewinnen.

Bei all der Euphorie für unser Projekt haben wir auch gelernt, dass man als MBA keineswegs ein "Master of the Universe" ist (frei nach Tom Woolfe's Buch "The Bonfire of Vanities", welches meiner Meinung nach auf jeder pre-MBA reading list stehen sollte). Als mein Projekt-Partner Peter unser Projekt dem Direktor des Irischen Filminstituts im Rahmen des Filmfestivals in Galway vorstellte, war dieser zunächst etwas reserviert, da "MBA" vor allem in kreativen Industrien wie Film und Entertainment noch ein wenig negativ besetzt ist. Mit ein wenig Überzeugungsarbeit ist es ihm dennoch gelungen, das Irische Filminstitut als "flamboyant supporters" für unser Projekt gewinnen. Der nächste aufregende Meilenstein findet bereits in drei Wochen statt: vom 14.-18. Mai werden wir beim Film-Festival in Cannes sein, um unsere ersten Interviews mit Produzenten, Filminstituten und Filmschaffenden zu führen?..

Ein MBA ist in jeder Hinsicht horizont-erweiternd. Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, welche Möglichkeiten sich auftun ? Die klassischen MBA-Karrieren, wie Investment Banking und Consulting gibt es natürlich nach wie vor, doch viele von uns überschreiten sprichwörtlich "den Rubicon" und gründen ein eigenes Unternehmen oder machen etwas ganz Anderes?..

Bis bald, Euer Michael

Hochzeit auf Raten oder "Leveraged Wedding"

Was tut ein Cass-MBA mitten im ärgsten Prüfungsstress, wenn kaum noch die Zeit bleibt, mehr als vier Stunden pro Tag zu schlafen? Genau: Er heiratet! Was zunächst skurril klingt, ereignete sich vor wenigen Wochen tatsächlich: Mein MBA-Kollege Amit schloss den Bund der Ehe mitten in den Vorbereitungen für die "Finals". Ein MBA-Programm soll sich ja eher negativ auf eine Beziehung auswirken, aber wie Ihr vom nebenstehenden Foto ablesen könnt, beweisen Amit und seine Frau Ritu genau das Gegenteil! Nach dem Standesamt ging's direkt zur Hochzeitsfeier. Gerüchteweise befanden sich in der Hochzeitsnacht dennoch "Corporate Governance" und "Strategy" -Bücher unter dem Polster, um wenigstens ein paar Minuten zu strebern?.. Der einzige Wermutstropfen ist natürlich, dass die traditionelle Hindu-Hochzeitsfeier und die Flitterwochen erst "post-MBA" stattfinden werden, aber wie sagt der Lateiner so schön "amor vincit omnia"!

Alles Gute und Glückwünsche an Ritu und Amit!
Liebe Grüsse, Euer Michael

Ein schwarzer Tag für Cass?...

Leider gibt's nicht nur angenehme Dinge im MBA-Tagebuch zu berichten. Am 4. März fand ein "Business School - Fußball Ländermatch" zwischen unserer Cass Business School und dem Imperial College statt. Hochmotiviert und euphorisch gingen wir in diese Begegnung und erwarteten uns einen klaren Sieg. Unser Team bestand aus "Star-Kickern" aus aller Welt, von China über Indien bis Amerika. Es konnte einfach nichts schief gehen. Die ersten Minuten bewiesen uns dann, wie grausam die Realität sein kann: Imperial's Team - gestählt durch unzählige Freundschaftsspiele gegen andere Business Schools zuvor - führte alsbald 5:0 und erwies sich als große Herausforderung für unsere vergleichsweise unerfahrene Truppe. Trotz einer intensiven "Kabinenpredigt in der Pause" (siehe Foto), konnten wir das unaussprechliche Debakel nicht verhindern: 16:0 für Imperial, selbst ein Ehrentor blieb uns verwehrt?.. Das gemeinsame Mannschaftsfoto nach dem Spiel zeigt dennoch lachende Gesichter, da die "dritte" Halbzeit im Pub bevorstand. Diese verlief noch recht fröhlich und wir konnten aus unserer Niederlage einiges lernen (seitdem gibt es ein regelmäßiges Mittwoch-Fußballtraining) und Verschwörungstheorien entwickeln: wir sind natürlich fest davon überzeugt, dass die Spieler von Imperial mindestens 5 Profis eingesetzt hatten?.
Liebe Grüsse, Euer Michael

Spring Term Start

Das zweite Semester ist nun schon wieder vier Wochen alt: Nach den case-study exams im Jänner ging es gleich wieder voll los: Block 3 mit Human Resource Management, Operations Management und dem ersten elective-Kurs (für mich: International Economics). Am Ende jedes Blocks gibt es eine integration week, in der alle Kurse in Form von Fallstudien und Präsentationen vertieft und zusammengeführt werden. Diese Woche hat es allerdings in sich, am Montag bekommt man Fallstudie und Aufgabenstellung (im Fall von Block 3 HRM+OM), das Team hat dann bis Donnerstag Zeit, ein assignment paper und eine Präsentation vor einem assessment panel vorzubereiten. Die Herausforderung besteht darin, als Team alle relevanten und kontroversiellen Themen des Falls zu diskutieren und einen Lösungsansatz zu erarbeiten, der in einem "real-life" Unternehmen umsetzbar wäre. Unser Team "Rubicon" analysierte ein Unternehmen der Britischen Filmindustrie und die sich ergebenden Personal- und Prozessprobleme in Zeiten wirtschaftlicher Rezession und steten Wandels im Unternehmensumfeld.

Was zunächst ziemlich einfach klang, raubte uns dann die Nächte: wie soll das Unternehmen mit freelancern umgehen, welche "bottlenecks" ergeben sich in der Produktion eines Filmes, wo fallen die Entscheidungen, ist das Modell einer "flexible firm" für dieses Unternehmen und die Filmindustrie signifikant oder geeignet ? Die ersten beiden Tage waren vor allem von Recherche und Industrieanalyse geprägt: was macht ein producer ? was macht ein gaffer ? wie wird Personal rekrutiert ? welche Probleme ergeben sich bei Verzögerungen, etc. Nachdem alle Einzelheiten geklärt waren, begann die eigentliche Arbeit. Jedes Teammitglied bekam eine Aufgabe zugeteilt und die Nacht wurden ziemlich lang?? Am Mittwoch morgen trafen wir uns wieder (mit roten Augen) und begannen mit dem Bericht. Hier lag das eigentliche "bottleneck": Wie sollten wir unseren Lösungsansatz nur in 2.000 Worten zusammenfassen ? Kein CEO würde mehr als 2.000 Worte lesen, ebenso unser assessment panel: unsere findings mussten daher präzise und knapp sein. Trotz enormen Stress und langen Diskussionen fühlt man sich nach Abgabe des Berichts herrlich. Die Präsentation lief gut und so nebenbei konnten wir einiges über die Besonderheiten der Filmindustrie lernen, die sich in einem erweiterten Europa unserer Ansicht nach doch ziemlich verändert wird. Nachdem am Donnerstag alle Teams präsentiert hatten, ging's am Abend direkt ins "St. Pauls Pub", wo die integration week entsprechend abgefeiert wurde. Leider konnten wir am Freitag nicht lange ausschlafen, da um 10.00 die letze Einheit der International Economics elevtive begann?..

Anfang Februar wurde der Cass Entrepreneurship Club gegründet. Er besteht aus Studenten der full-time und executive MBAs und man trifft sich wöchentlich zum Gedankenaustausch und networking. Für viele meiner Mitstudenten ist es eine interessante Alternative, nach dem MBA (oder im Laufe des summer business projects) ein start up-Unternehmen zu gründen. Auf Initiative von Kollegen konnten wir auch einige Gastredner einladen: Venture Capitalists, erfolgreiche und - noch viel wichtiger - nicht erfolgreiche start up Unternehmer, die über Ihre Erfahrungen berichten und Tips geben. Durch den Entrepreneurship Club haben die Studenten auch die Möglichkeit, mit Alumni Kontakt aufzunehmen (und für mögliche summer business projects vorzufühlen).

Ein bisschen Abwechslung vom Studium gab es auch: jeden Freitag findet es eine Präsentation externer Gastredner aus den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen statt. Die wohl spannendste und schrillste war jene von Kybernetik-Professor Kevin Warwick von der University of Reading, der sich selbst als "Cyborg" bezeichnet. Professor Warwick implantierte sich (und später seiner Frau) computer-links, die sein Hirn und das Nervensystem direkt mit Computern verbinden sollen und dadurch seine Motorik und die Gedächtnisleistung erweitern könnten. Seiner Auffassung nach könnte dadurch etwa "Superman" Christoper Reeve (in einer ausgereiften Version) wieder gehen und das Gedächtnis durch einen Computer-Anschluss deutlich erweitert werden. Naja, dies könnte uns MBAs einiges an Lernen ersparen, einfach eine Diskette einlegen - peng - wir schon wissen wir alles über Economics. Vielleicht für den Jahrgang 2234 ?

Am Montag beginnt ein neuer Block mit Corporate Strategy, Governance und einer weiteren elective (in meinem Falle: International Marketing Strategy). Parallel dazu beginnt der Endspurt für das Strategy-Projekt, welches im März präsentiert werden soll, und die Nervosität bezüglich summer business project steigt?..

Liebe Grüsse, Eurer Michael

Liebe Leserinnen und Leser!

?Rubicon ? alea iacta est?

Die ersten Tage meines MBA-Studiums an der Cass Business School waren besonders spannend:. Wir wurden in einzelne learning-groups eingeteilt, die für den Rest des Studiums bis zur elective Phase zusammenbleiben und gemeinsam Projekte, Präsentationen und Courseworks erarbeiten sollten. Meine Kollegen sind Hisayo aus Japan, Leslie aus den Vereinigten Staaten, Katie aus Taiwan sowie John, Nareman and Peter aus Großbritannien.

In der Introductory Week konnten wir einander näher kennenlernen und ich bin sehr froh, Mitglied einer derart internationalen Gruppe zu sein. In unserem ersten Organisational Behaviour-Seminar haben wir uns den Namen ?Rubicon? gegeben. Er steht für den ?point of no return?, als Caesar mit seinem Ausspruch ?alea iacta est? den Fluss Rubicon überquerte. Die Würfel waren tatsächlich gefallen, denn von nun an sollten wir beinahe Tag und Nacht zusammen sein, da das Arbeitspensum alleine nicht zu schaffen ist. Durch den vielfältigen beruflichen und persönlichen Hintergrund der Rubicon-Mitglieder haben wir know-how und Erfahrung aus verschiedensten Bereichen zur Verfügung. Natürlich gibt es auch Reibereien und Konflikte, da hier unterschiedlichste Kulturen zusammenprallten und kritische Diskussionen oder Entscheidungen unter Zeitdruck in Europa anders getroffen werden, wie etwa in Taiwan oder Japan. Es war für uns alle ein enorm wertvoller Lern- und Reifeprozess und wir sind Tag für Tag mehr zu einem ehrgeizigen und dynamischen Team zusammengewachsen.

Der Herbst-Term ist in zwei Blocks von jeweils 4 Wochen unterteilt, die mit einer daran anschließenden Block Integration Week enden, in denen die Kursinhalte in Case studies und Projekten in integrierter Form zusammengeführt werden. Der erste Block bestand aus Core-Courses, wie Accounting, Quantitative Methods und Information Management. Vom ersten Tag an war Rubicon als Team voll gefordert: es galt gemeinsame courseworks zu erarbeiten und ?instant-Präsentationen? zu halten, bei denen man nur wenige Minuten Zeit zur Vorbereitung hatte. Somit wurden wir bald ein zusammengeschweißtes Team und lernten unsere Stärken und Schwächen sehr schnell kennen. Für die Gesamtnote im Kurs Organisational Behaviour mussten wir auch ein ?Log-Buch? führen, wie wir uns als Team entwickelt haben und welche Lösungsansätze wir in schwierigen Team-Prozessen erfolgreich angewendet haben. Hier war vor allem interessant, wie wir unsere bisherigen Führungserfahrungen einbringen konnten und wo wir als MBA-Studenten neue Modelle und Konzepte gelernt haben, um die unterschiedlichsten Charaktere und Persönlichkeiten an einen Tisch zu bringen.

Besonders wichtig war für Rubicon das Leadership-Weekend außerhalb Londons in einem schmucken britischen ?Manor?, wo wir sehr schnell unsere Grenzen und unsere Konfliktfähigkeit kennenlernen konnten. Es waren dies drei sehr intensive Tage mit unterschiedlichsten Aufgaben, in denen wir als Team Entscheidungen in kritischen Situationen (Zeitdruck, Wettbewerbsdruck) treffen mussten. Zum Teil schienen diese Gruppenarbeiten recht einfach zu sein, wie etwa das ?Papierhäuser?-Projekt, aber es stellte sich heraus, dass es unter Zeitdruck enorm schwierig war, schnell und effizient zu entscheiden.

Liebe Grüße,
Euer Michael

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Der Cass MBA ist ein einjähriges Programm. Dies wirkt sich auch auf die zeitliche Inanspruchnahmen aus: es gab bisher kein Wochenende, an dem es nicht einiges für Projekte, Präsentationen oder courseworks zu tun gab. Ich möchte Ihnen heute einen typischen Tag aus dem ersten Term vorstellen:

7:00
Aufstehen. Schnelles Frühstück und e-mail-Check. Nochmals Blick in die Unterlagen für das Organizational Behaviour Seminar, welches unsere Gruppe nächste Woche halten wird. Blick ins www, wie der Yen steht, am Nachmittag gibt es heute in Economics eine Fallstudie über Japan .

7:45
Ab zu Starbuck?s in der Nähe des Campus, wo sich unsere Gruppe ?Rubicon? trifft, um das Organizational Behaviour Seminar näher zu besprechen. Das Thema lautet ?Stress Management? und wir sollen eine einstündige Präsentation halten, die gleichzeitig alle interessanten Fakten und Modelle über Stress im Management transportieren und kurzweilig sein soll. Wir beschließen, eine ?real-life? case study zu präsentieren, um alle Facetten von Stress authentisch zu beleuchten. Die Rollen sind schnell verteilt und wir arbeiten einen groben ?Plot? aus, den wir bis zu unserem nächsten Treffen vorbereiten werden

8:30
Eintreffen in Cass. Ich lese nochmals die case study für das heutige Strategy Workshop durch. Professor Charles Baden-Fuller liebt ?cold calls? und ich bin lieber vorbereitet

9:00
Strategy Workshop. Das Motto lautet ?rejuvenating the mature business?. Wie erwartet stellt Professor Baden-Fuller einige Fragen und es entwickelt sich eine lebhafte Diskussion über die Fallstudie.

11:00
Kurzer Kaffee in der Kantine im 3. Stock. Es geht gleich weiter mit Principles of Finance. Für heute war der ?Eurotunnel case? vorzubereiten und Professor Gordon Gemmill weiht uns in die ?Geheimnisse? der Unternehmensbewertung und Ermittlung von Aktienpreisen ein.

13:00
Quick lunch mit dem Rubicon-Team. Vor Weihnachten müssen wir noch unser Strategy-Projekt voranbringen ! Ein nächstes Meeting mit dem Auftraggeber, einem Londoner Unternehmen aus der Recycling-Branche, wird telefonisch vereinbart. Wir werden den CEO und das executive team knapp vor den Feiertagen treffen.
E-Mail Check im computer room, die Fallstudien für die im Jänner stattfindenden Case Study-exams werden bald verteilt. Adieu, Weihnachtsfeiertage!

14:00
Macroeconomics: Die Japan-Krise.

16:00
Ende des ?offiziellen Programms?. Ich setze mich in die Library und bereite mein coursework für Marketing vor. Die reading list ist lange und ich beginne mit Shiv Mathur`s Buch ?Creating Value: Successful Business Strategies?. Bis zur Abend-Veranstaltung ist auch noch ein wenig Zeit für www-Recherchen und einen genaueren Blick in die Financial Times

18:00
Heute findet ein Alumni-Networking-Event in der ?Energy Bank? in der ?City? of London statt. Die Energy Bank besteht aus nach Feng-Shui Prinzipien ausgestatteten Räumen, die jeweils die Elemente Wasser, Feuer, usw. darstellen. In dieser angenehmen Atmosphäre treffe ich einige interessante Alumni, die nun im Bereich Strategie und Unternehmensentwicklung tätig sind. ?Gehe aus jedem Networking event mit mindestens zwei wertvollen neuen Kontakten heraus !? ist mein Motto. Ein weiterer Aspekt für uns MBA-Studenten ist natürlich auch ?free food and beverages??.. Einige von uns konnten bereits erste Kontakte für das nächstjährige summer business project schließen. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung!

21:30
Wieder zu Hause (in der WG). Nach einem weiteren e-mail check erledige ich meine Hausaufgaben in Finance. Ende dieser Woche müssen wir uns für unsere Electives im nächsten Jahr entscheiden. Diese Woche hat eine ?elective-fair? stattgefunden, bei der alle Professoren ?ihre? electives präsentiert und ?verkauft? haben, und ich sehe mir nochmals genau die einzelnen Programme durch. Ich werde vor allem electives wählen, die meinen Finanz-background ergänzen und mich auf Strategie spezialisieren

22:30
?Mitternachts-Jogging?, ich habe mir vorgenommen, zumindest einmal täglich Sport zu betreiben?.

23:00
Shiv Mathur?s Buch begleitet mich ?ins Bett?

07:00
Ein neuer Tag?.


Liebe Grüße,
Euer Michael

Liebe Leserinnen, liebe Leser !

Als ich mich im Sommer 2001 entschlossen habe, einen MBA zu machen, waren für mich in der Sondierungs- und Bewerbungsphase für die richtige Business School vor allem Informationen von Alumni und Studenten sehr wichtig. Egal, für welchen MBA man sich entscheiden mag, Erfahrungsberichte aus erster Hand - neben den Hochglanzprospekten der Business Schools - über Uni-Leben, Workload und Ablauf des Studiums sind unersetzlich.

Es freut mich daher besonders, heute mein Tagebuch über meine Erfahrungen und Erlebnisse im MBA-Studium an der Cass Business School, City of London zu beginnen. Gleich vorweg, "Sir John Cass Business School, City of London" ist der neue Name für die City University Business School, direkt in der sogenannten "square mile", dem Finanzzentrum im Herzen Londons. Für Cass hat sich in diesem Jahr immens viel getan, neben der Namensänderung wurde auch ein neues Gebäude eröffnet, welches allen Ansprüchen einer modernen Business School gerecht wird.

Zunächst ein paar Worte über mich selbst: Ich habe Internationale Wirtschaftsbeziehungen in Eisenstadt, Österreich, studiert (ein Profil dieser Fachhochschule gibt es in der Jänner-Ausgabe der Jungen Karriere unter "10 interessante Oststudiengänge"). Nach drei Jahren als Wirtschaftsprüfer-Anwärter in einem big-5-Unternehmen, wo ich viele internationale Firmen kennenlernen konnte, habe ich "die Seite gewechselt" und war für weitere drei Jahre Konzern-Controller in der Papierindustrie. Diese Tätigkeit machte mir sehr viel Spaß, da ich sehr oft in Zentral-und Osteuropa unterwegs war und die Gelegenheit hatte, in interessanten Mergers & Acquisitons-Projekten mitzuarbeiten. Als Konzern-Controller war ich für das Controlling und Reporting der Konzernunternehmen verantwortlich und arbeitete sehr finanzorientiert.

Es reizte mich zunehmend, aktiv in der Unternehmensentwicklung und im General Management tätig zu werden, und es wurde mir klar, dass ich mir "als reiner Finanzer" dafür weitere Kenntnisse in Strategie und Unternehmensführung aneignen musste. Ich habe mich dafür entschieden, ein einjähriges MBA-Programm zu machen, um "quick and dirty" das nötige Wissen zu erwerben und gleichzeitig die Gelegenheit zu haben, die soft skills für das General Management zu lernen. Meine Auswahlkriterien für den MBA waren: internationaler Studentenmix, Schwerpunkt auf General Management und eine Dauer von einem Jahr. Ich habe mich bei mehreren MBA-Programmen beworben und mich schlussendlich für die Cass Business School entschieden, da hier alles gepasst hat: mehr als 75% internationale Studenten und ein einjähriges MBA-Programm für General & Strategic Management. Besonders interessant war natürlich auch, im Zentrum Londons zu studieren. Das eigentliche Entscheidungskriterium waren allerdings - wie zu Beginn erwähnt - die Ideen und Erfahrungen der Alumni und Studenten, die "das Tüpfelchen auf dem i" waren, nach London zu Cass zu gehen.

Ein MBA ist eine Investition in die Zukunft. Der Cass-MBA kostet £ 20.000. Ich hatte das Glück, in eine 5-er WG in einem postgraduate-Studentenheim (mit 10 Minuten Fußweg zum Campus) zu kommen, was die Wohnkosten mit £ 4.000 gerade erträglich macht. "Normale" Wohnungen kosten zumeist mehr als das Doppelte und daher leben die meisten meiner Studienkollegen in Wohngemeinschaften oder weiter außerhalb Londons. Insgesamt rechne ich für dieses Jahr inklusive Flügen, Essen & Trinken, Studienmaterialien, etc. mit ca. EUR 65.000 - 70.000. Ich finanziere meinen MBA hauptsächlich über einen Privat-Kredit und persönliche Ersparnisse.

Die ersten drei Monate seit September sind sehr schnell vorübergegangen und mein Leben hat sich tatsächlich sehr verändert. In den nächsten Berichten möchte ich gerne mehr über meine Erlebnisse in diesen Wochen des gerade abgelaufenen Winter Terms erzählen. Am ersten Tag des MBA-Programms wurden die 114 MBA-Studenten nach den Registrierungs-Formalitäten in 2 streams (A und B) sowie weiter in einzelne Lerngruppen mit 7-8 Personen eingeteilt. Unsere Gruppe besteht aus Studenten mit den unterschiedlichsten beruflichen und persönlichen Hintergründen: eine Rechtsanwältin aus Japan, eine Unternehmerin aus den USA, eine IT-Managerin aus Malaysia, und aus den UK ein Film-Business Unternehmer, ein Investmentbanker und ein start-up CEO (wir haben unsere Gruppe "Rubicon - Alea iacta est" getauft, aber dazu später mehr). Damit war der Grundstein zu einem interkulturellen Meinungsaustausch und gemeinsamen Projekten, aber auch zu Konflikten und Change-Prozessen im Team gelegt.

Wir waren alle ein wenig enttäuscht, dass das neue Gebäude im September noch nicht ganz fertig war (und wir noch einige Wochen in der alten Business School verbringen mussten), aber die Wartezeit wurde uns durch ein sehr intensives Winter-Term "verkürzt". Im Dezember war es schließlich soweit und wir sind in die neue Business School eingezogen. Es ist schon ein besonderes Gefühl, in funkelnagelneuen Hörsälen zu sitzen?

Soviel für heute, ich melde mich nächste Woche wieder. Gerne beantworte ich Fragen und Kommentare unter meiner e-mail-Adresse: m.koenig@city.ac.uk

Liebe Grüße, Euer Michael

MICHAEL KÖNIG Date of Birth: 02/10/74
Nationality: Austria

Education and Qualifications

2002-2003
Cass Business School, City University London, United Kingdom
MBA General & Strategic Management (FT)
1993-1997 Fachhochschul-Studiengang International Business Relations, Austria
Master of International Business Relations
1993-1997 Gymnasium Bruck an der Leitha, Austria
Matura
Member of excellence class in Latin and German Literature

Professional Experience
2000-2002 Europapier AG (ANGLO AMERICAN group), Austria
Group Controller

  • Responsible for management accounting, reporting of Central & Eastern European subsidiaries and the holding group results.
  • Managed a team of three corporate controllers
  • Reported directly to the CEO and CFO with country responsility for Austria and seven CEE subsidiaries
  • Valued companies for acquisition and developed post-merger integration plans for acquired companies.
  • Implemented IAS and group accounting standards in CEE subsidiaries to improve compliance with reporting structure and enhance the efficiency of control systems.
  • Developed FX-management and treasury guidelines for CEE markets with high currency volatility.
1997-2000 KPMG, Austria
Senior Auditor

  • Led audit teams as auditor in charge.
  • Member of the expert forums "International Accounting Desk" and "Pension Funds Desk" of KPMG, consisting of academics, partners and selected employees. Undertook research on recent accounting trends.
  • Co-author of the book "Praxisfälle International Accounting Standards", wrote several articles on IAS and US-GAAP.
  • Prepared and presented in-house seminars in IAS and US-GAAP.
1996-1997 KPMG Burgenland, Austria
Audit Associate

  • Involved in the establishment of a new subsidiary of KPMG in Burgenland ("from start-up to success")
1994-1994 Ernst & Young, Austria
Audit Assistant, 6 month internship

  • Junior member of the audit team for CEE.
  • Internship thesis on the tax treatment of dividends in the EU.

Additional Skills & Experiences
Computing MS Office (Word, Excel, Powerpoint, etc.), MS Project, Professional Planner, MS Access, Hyperion
Language German: Mother Tongue; English: Fluent; French: Fluent; Hungarian: Working Knowledge.
Courses 2 GRID Leadership seminars in Germany,2000
Treasury seminar, 2000
Treasury seminar, 2000
Other Self-financed Masters Degree working as football referee. Was listed as referee for the 3rd National League and assistant referee for the Premier National League in Austria. Elected as Students representative, successfully raised funds for a study trip for all student to the EU headquarters in Brussels.
Interests Classical music (Brahms, Bruckner, Mahler), philosophy and cybernetic management, football.
Dieser Artikel ist erschienen am 13.01.2003