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Metallrente: Schon 6 000 Firmen machen mit

Quelle: Handelsblatt
Mit der Gründung des Versorgungswerks Metallrente hatten die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie Ende 2001 das Ziel, effiziente und kostengünstige Produkte für eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung (bAV) anzubieten.
HB DÜSSELDORF. Metallrente muss allein durch Leistung überzeugen. Laut Tarifvertrag gibt es keinerlei verpflichtende Elemente bezüglich der Wahl des Anbieters durch die Arbeitgeber. Jeder Arbeitnehmer muss selbst entscheiden, wie und wo er etwas macht.Das Versorgungswerk der M+E-Industrie bietet sowohl für die Beschäftigten von Großkonzernen als auch für die Belegschaften kleinerer Unternehmen attraktive Großkundenkonditionen, z .B. auch dem Elektrohandwerk. Nicht tarifgebundene und grundsätzlich auch branchenfremde Unternehmen können MetallRente ebenfalls wählen. In knapp zwei Jahren haben sich bereits 6 000 Unternehmen und 100 000 Arbeitnehmer für dieses Vorsorgesystem entschieden. Die angebotenen Durchführungswege Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds bieten Ergänzungen bei Berufsunfähigkeit sowie Hinterbliebenenschutz an.

Die besten Jobs von allen

Mit jedem dieser drei Durchführungswege erfüllt der Arbeitgeber den Tarifvertrag. Zusätzlich befindet sich die Unterstützungskasse im Angebot. So kann flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisstrukturen der Unternehmen reagiert wer-den. Firmen mit einem gewachsenen Versorgungssystem sollen sich ebenso angesprochen fühlen wie Unternehmen, die bislang noch keine bAV anbieten.Metallrente setzt nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Verträgen, Formularen und Verwaltung übergreifende Standards. Auf Grund einheitlicher Prozessabläufe können Arbeitgeber problemlos ihr Angebot ausweiten. Mitarbeiter nehmen Verträge einfach mit, wenn sie zu einem anderen Metallrente-Unternehmen wechseln.Die Beratung übernehmen neben der Metallrente-Beratungseinheit auch die Vertriebe des Konsortiums aus Allianz, BHW, Victoria und WestLB sowie freie Makler. Die Beratung wird in enger Abstimmung mit Arbeitgebern, Personalabteilungen und Betriebsräten organisiert. Die von Metallrente entwickelten Förder- und Betriebsrenten-Rechner sind von immenser Bedeutung. Damit können die Arbeitnehmer ihre Förderung unter Berücksichtigung der aktuellen Steuer- und Sozialversicherungsersparnis individuell ausrechnen. Eine Entscheidung zwischen den Förderarten wird dadurch leicht gemacht. Es ist also durchaus möglich, komplexe Themen wie Entgeltumwandlung und betriebliche Altersversorgung auf einfache Weise zu realisieren.Die bisherigen Erfahrungen mit der Metallrente bestätigen, dass überbetriebliche Versorgungswerke Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer überzeugend bündeln und auch Beschäftigten in kleineren Unternehmen die sozialpolitisch notwendige ergänzende Vorsorge zu sehr günstigen Konditionen bieten können. Völlig kontraproduktiv ist in diesem Zusammenhang die Belastung der Betriebsrente mit zusätzlichen Krankenversicherungsbeiträgen.Björn Schütt-Alpen ist Geschäftsführer der Metallrente GbR, Berlin.
Dieser Artikel ist erschienen am 14.04.2004