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Mein Chef ist ein Kontroll-Freak und macht am liebsten alles selbst

Die Angst, die Kontrolle zu verlieren, ist wohl die am weitesten verbreitete Chefneurose. Nicht ohne Grund: Der Vorgesetzte ist verantwortlich dafür, dass es rollt. Wenn es hakt, ist erst mal er schuld, nicht Sie.
Die Angst, die Kontrolle zu verlieren, ist wohl die am weitesten verbreitete Chefneurose. Nicht ohne Grund: Der Vorgesetzte ist verantwortlich dafür, dass es rollt. Wenn es hakt, ist erst mal er schuld, nicht Sie.

Gegen Kontrollsucht hilft nur eins: Erwerben Sie sich das Vertrauen Ihres Vorgesetzten, indem sie transparent arbeiten und Ihre Tätigkeit dokumentieren. Informieren Sie Ihren Chef über den Zwischenstand von Projekten und wichtige Entwicklungen, auch wenn er es nicht ausdrücklich wünscht. Schicken Sie ihm zum Beispiel Mails in Kopie. Wenn Sie wissen, dass er ein Zahlenfuchs ist, arbeiten sie supersorgfältig, wenn es um Zahlen und Daten geht. Wenn er in Sachen Rechtschreibung pingelig ist, lassen Sie wichtige Papiere von einem Kollegen gegenlesen, bevor Sie die Unterlagen weitergeben. Wenn er Formulare liebt, tun Sie ihm den Gefallen und füllen Sie sie aus.

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Hat sich das gut eingespielt, versuchen Sie, Ihren Freiraum allmählich auszudehnen. Schlagen Sie zum Beispiel bei Großprojekten einen Zeitplan vor, nach dem Sie Ihren Vorgesetzten informieren. Redet er wieder mittendrin rein, verweisen Sie auf den Zeitplan. Wichtig: Halten Sie sich in jedem Fall auch selbst dran, sonst verspielen Sie das mühsam erworbene Vertrauen wieder.

Dieser Artikel ist erschienen am 20.11.2002