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Mehr Psychologen in Unternehmen

Immer mehr Diplompsychologen suchen sich Jobs jenseits von Klinik und Couch, etwa als Personalberater, Marktforscher oder Krisenmanager. Gut 20 Prozent der jährlich rund 2.800 Psychologie-Absolventen entscheiden sich mittlerweile nicht mehr für den Klinikalltag, sondern für die Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie. 2001 waren es erst acht Prozent. Das berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin Junge Karriere unter Berufung auf Zahlen des Berufsverbands Deutscher Psychologen (BDP).
Immer mehr Diplompsychologen suchen sich Jobs jenseits von Klinik und Couch, etwa als Personalberater, Marktforscher oder Krisenmanager. Gut 20 Prozent der jährlich rund 2.800 Psychologie-Absolventen entscheiden sich mittlerweile nicht mehr für den Klinikalltag, sondern für die Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie. 2001 waren es erst acht Prozent. Das berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin Junge Karriere unter Berufung auf Zahlen des Berufsverbands Deutscher Psychologen (BDP).Ein Grund für den Seitenwechsel der Psychologie-Absolventen: Viele freie Therapeuten kämpfen ums Überleben, weil nur wenige Therapieformen von den Krankenkassen gezahlt werden und Privatpatienten rar geworden sind: ?Sogar Besitzer gut besuchter Praxen krebsen deshalb am Existenzminimum?, beobachtet Hans-Werner Drewe, beim BDP für Mitgliederbetreuung zuständig.

Die besten Jobs von allen

Dennoch schätzt der Verband den Arbeitsmarkt für Psychologen positiv ein, denn in der Privatwirtschaft wächst der Bedarf an psychologisch geschulten Mitarbeitern: ?Wir rechnen mit einem Anstieg der Stellen, vor allem im Bereich Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen, Gesundheitsvorsorge sowie in der Eignungsbeurteilung?, sagt Fred Lang vom Berufsverband gegenüber Junge Karriere. Auch Personal- und Unternehmensberatungen sowie Markt- und Meinungsforscher reißen sich um die Absolventen. Experten gehen davon aus, dass die Privatwirtschaft schon bald Kliniken und Öffentlichem Dienst als Hauptarbeitgeber den Rang ablaufen wird.Auch finanziell haben Einsteiger in der freien Wirtschaft bessere Entwicklungsmöglichkeiten als im Öffentlichen Dienst. Das Einstiegsgehalt nach dem Diplom liegt zwar in der Regel ähnlich wie beim Bundesangestelltentarif (BAT) ? danach steigt ein lediger Diplompsychologe, 26 Jahre alt, mit 3.125 Euro monatlich ein, inklusive Ortszuschlag und Urlaubsgeld. Doch die Steigerungschancen sind in Unternehmen wesentlich höher.Weitere Informationen zum Arbeitsmarkt für Psychologen sowie Karrierechancen und Gehalt stehen in der Mai-Ausgabe von Junge Karriere. Das Magazin ist ab dem 23. April im Zeitschriftenhandel erhältlich.
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Dieser Artikel ist erschienen am 20.04.2004