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Mehr Geld für Startups

(pnd)
Startups werden wieder attraktiv für Investoren. Schon 2006 rechnen Experten mit spürbar besseren Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmensgründungen im High-Tech-Bereich.
Startups werden wieder attraktiv für Investoren. Schon 2006 rechnen Experten mit spürbar besseren Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmensgründungen im High-Tech-Bereich. ?Es wird deutlich leichter werden, Startkapital zu erhalten, als in den vergangenen zwei Jahren?, prophezeit Jörg Überla, Partner bei der Münchener Wagniskapitalgesellschaft Wellington.Allein mit bis zu 500.000 Euro unterstützen künftig Bund und Wirtschaft Technologie-Startups in der Frühphase. Der neue High-Tech-Gründerfonds wird Ende August von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement in Berlin präsentiert. Holger Frommann, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), sieht bereits eine Trendwende in der Finanzierung junger Unternehmen.

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Die Gründe sind vielfältig: So haben zuletzt mehrere Investoren erfolgreich Beteiligungen verkauft. Selbst Börsengänge sind wieder möglich. Nachdem die Münchener Börse Anfang Juli mit M:access ein Börsensegment für kleine Unternehmen geschaffen hat, denkt auch die Deutsche Börse über einen Nachfolger des Neuen Marktes nach. Und seitdem die Wagniskapitalgeber ihre Investments wieder versilbern können, erhalten sie von großen Geldgebern wie Fonds und Versicherungen auch wieder Mittel für neue Beteiligungen. So warben die Gesellschaften laut BVK-Angaben im zweiten Quartal 4,76 Milliarden Euro ein. ?Spätestens in den nächsten zwölf Monaten wird sich das auch in den Investitionen in Startups widerspiegeln?, glaubt Wellington-Partner Überla.
Dieser Artikel ist erschienen am 09.09.2005