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Mehr Arbeit, weniger Anbieter

Die anspringende Konjunktur beflügelt die Personaldienstleister, doch nicht jeder Anbieter wird sich etwas vom 8,4 Milliarden-Euro-Umsatzkuchen abschneiden können. Nach zwei harten Jahren sortiert sich die Branche neu, ergab eine Studie von Ernst & Young: Die zehn Größten werden ihren Marktanteil von derzeit knapp 31 Prozent bis 2007 auf rund 40 Prozent ausbauen. Der Randstad-Konzern etwa legte im ersten Halbjahr 2004 in Deutschland um 14 Prozent zu.Gut sieht es auch für Spezialisten aus, die sich auf bestimmte Branchen oder Dienstleistungen konzentriert haben und ? wie zum Beispiel Ferchau ? hoch qualifizierte Ingenieure vermitteln. Geschäftsaufgaben und Insolvenzen seien dagegen bei kleinen, regional begrenzten Anbietern zu erwarten.

Die besten Jobs von allen

Hierzulande ist gerade mal ein Prozent der Berufstätigen Zeitarbeiter, in den Spitzenländern Großbritannien und den Niederlanden sind es über vier Prozent. Doch die Akzeptanz steigt, selbst bei Akademikern, beobachtet Dietmar Flügel, Director Mergers & Acquisitions bei Ernst & Young. Als mittelfristigen Trend sieht er sogar die Überlassung von Ärzten, Lehrern oder Rechtsanwälten: ?Eines Tages könnten komplette OP-Teams an Krankenhäuser verliehen werden.?
Dieser Artikel ist erschienen am 28.09.2004