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MBA-Schulen geben Einblick in ihr Angebot

Christoph Mohr
Nie war es so schwer wie heute, das richtige MBA-Programm zu finden. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein neuer Anbieter auf den deutschen Markt drängt, um für seinen "Master of Business Administration" zu werben ? oder auch nur, um unwissende Interessenten mit einem minderwertigen Angebot abzuzocken. Wer sich nicht schlau macht, gibt leicht Tausende Euro für einen Titel aus, der nicht einmal das Papier wert ist, auf dem er gedruckt wurde.
Nie war es so schwer wie heute, das richtige MBA-Programm zu finden. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein neuer Anbieter auf den deutschen Markt drängt, um für seinen "Master of Business Administration" zu werben ? oder auch nur, um unwissende Interessenten mit einem minderwertigen Angebot abzuzocken. Wer sich nicht schlau macht, gibt leicht Tausende Euro für einen Titel aus, der nicht einmal das Papier wert ist, auf dem er gedruckt wurde.Doch selbst gute Programme sind kein Erfolgsgarant für jedermann: Es gibt nicht den besten MBA, sondern nur den besten für die persönliche Lebens-, Job- und Karrieresituation. Wer seinen MBA an einer Business School macht, die stark in "Finance" ist, aber gar nicht ins Banking will, hat die falsche Schule gewählt. Und wer mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, ist fraglos dort fehl am Platze, wo "Entrepreneurship" als Spezialisierung gar nicht angeboten wird.

Die besten Jobs von allen

Das hilft nur eins: Interessenten müssen sich ausreichend mit dem Angebot einer Schule zu beschäftigen und sich von ihr beraten lassen. Denn auch das gehört ? anders als bei so mancher deutschen Hochschule ? zum Service einer kommerziell orientierten Business School. Im Übrigen geschieht dies in beiderseitigem Interesse, hat doch auch eine Business School Interesse daran, die für sie richtigen Studenten zu finden.Eine einzigartige Gelegenheit zur persönlichen Information bietet die World MBA Tour, Deutschlands größte MBA-Messe, auf sich sich über hundert Business Schools aus aller Welt den hiesigen MBA-Interessenten stellen.Die europäische Top-Liga ist in diesem Jahr komplett vertreten: IMD, Insead, London Business School, Rotterdam School of Management, HEC Paris, Said/Oxford, Cass, Iese, Manchester und viele andere mehr stehen in Frankfurt und München unseren Lesern ebenso zur Verfügung wie die führenden US-Schulen (Chicago, Columbia, Cornell, Fuqua, Tuck, Wharton). Bestätigt wird damit auch das Interesse ausländischer Anbieter an deutschen MBA-Kandidaten.Verschwendete Zeit wäre es, die World MBA Tour nur dazu zu nutzen, Info-Broschüren einzusammeln. Versierte Messebesucher informieren sich mit Hilfe des Internets (beispielsweise auf www.karriere.de/mba) über die sie interessierenden Schulen und stellen deren Vertretern dann auf der Messe gezielte Fragen.Viele Schulen sind auf der Messe nicht nur mit einem Vertreter des Admissions Department vertreten, sondern bringen auch ehemalige Absolventen (Alumni) mit. Auch dies ist eine gute Möglichkeit, sich ein realistisches Bild über eine Schule zu machen. Dies ist wichtig, denn die Wahl einer Business School ist auch die Wahl einer bestimmten Atmosphäre. Legt die eine mehr Wert auf Teamgeist, schreibt die andere Konkurrenz und Wettbewerb unter ihren Studenten groß.Aber auch ganz banale Fragen lassen sich auf der Messe klären, beispielsweise wie man eine Wohnung in Barcelona, London oder New York findet, oder ob es vernünftig ist, mit seinem Lebenspartner an den Studienort zu ziehen.Ein interessantes Zusatzangebot auf der MBA-Messe stellen auch die Veranstaltungen dar. Einige Schulen führen vor, wie der "Unterricht" an einer Business School abläuft und zeigen damit wie verschieden ein MBA-Studium von einem Studium an einer deutschen Hochschule ist. Natürlich gibt es auch zusätzliche Informationsangebote zu den wichtigsten allgemeinen Fragen, die ein MBA-Studium betreffen, insbesondere solche "Klassiker" wie der Sprachtest GMAT, die Finanzierung oder das Bewerbungsverfahren.Grundsätzlich gilt die Regel: Je besser die Vorbereitung, desto höher der "Return on Investment". Dann rechnen sich die Kosten für eine Fahrt nach München oder Frankfurt allemal.
Dieser Artikel ist erschienen am 20.09.2004