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Maßgeschneiderte Initiativbewerbungen erhöhen Jobchancen

Jobsuchende, die sich bei einem Unternehmen initiativ bewerben, sollten im Anschreiben möglichst konkret erklären, für welchen Firmenbereich und welche Position sie sich vorstellen. Darauf weist das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere in seiner am 29. April erscheinenden Ausgabe hin. Die Erfolgschancen steigen, wenn sich Bewerber vorab über den potenziellen Arbeitgeber informieren und im Anschreiben glaubhaft begründen können, warum sie gerade bei diesem Unternehmen arbeiten möchten."Manche Leute scheinen gar nicht zu wissen, womit sich das Unternehmen, bei dem sie sich bewerben, überhaupt befasst. Selbst vor kopierten Standardbewerbungen schrecken sie zurück", beklagt Andreas Ladda, Leiter Personalmanagement bei E.ON Energie in München, in karriere. Viele Bewerber machten den Fehler, nur ihre generellen Qualifikationen aufzuzählen, ohne konkret auf die möglichen Einsatzbereiche im Unternehmen einzugehen. "Das reduziert die Aussagekraft einer Bewerbung erheblich", so Ladda. Daher müsse er sehr vielen Initiativbewerbungen absagen.

Die besten Jobs von allen

Bei der Darstellung der persönlichen Motivation im Anschreiben sollten sich Bewerber ihrer Rolle als Mitarbeiter in spe bewusst sein: "Argumentieren Sie nicht vom Standpunkt eines Markenfans oder Konsumenten. Lieben Sie nicht die Produkte, sondern loben Sie stattdessen die Mannschaft und die besondere Firmenkultur", empfiehlt Bewerbungstrainer Gerhard Winkler in karriere. Zudem sei es sinnvoll, vorab per Telefon den passenden Ansprechpartner im Unternehmen herauszufinden. Winkler rät: "Werden Sie zum Visitenkartensammler. Nutzen Sie Studi-Jobs, aktive Freizeit, Tagungen, Begegnungen, Veranstaltungen zum Kontakten. Es gibt nicht zu wenig Informationen über Kontaktpersonen, man sammelt sie bloß nicht vorab und systematisch." Initiativbewerbungen nach dem Gießkannen-Prinzip könne man sich dagegen sparen.Die Mai-Ausgabe von karriere erscheint am 29. April 2005.
Dieser Artikel ist erschienen am 26.04.2005