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Maskuline Frauen machen schneller Karriere

Männlich wirkende Frauen erklimmen schneller die Karriereleiter als feminine Bewerberinnen. Zu diesem Ergebnis kam die Mannheimer Diplom-Sozialwissenschaftlerin Anke von Rennenkampf in ihrer Doktorarbeit "Aktivierung und Auswirkung geschlechtsstereotypischer Wahrnehmung von Führungskompetenz". Demnach werden ein schmaler Mund, eine hohe Stirn, tief liegende Augen und breite Schultern als maskulin und damit für eine Führungsposition geeignet empfunden. Offene lange Haare, ein Schmollmund oder Schmuck sind eher nachteilig.

Im Rahmen ihrer Doktorarbeit führte von Rennenkampf mehrere Studien durch. Dabei versetzten sich 240 Studenten in die Rolle von Personalchefs in einem großen deutschen Industrieunternehmen, die die Leitung ihrer Marketingabteilung neu besetzen sollten. Hierfür wurden ihnen Bewerbungsunterlagen von jeweils vier weiblichen oder vier männlichen Bewerbern mit ähnlichen Lebensläufen und Hochschulabschlüssen übergeben.
Dieser Artikel ist erschienen am 15.10.2004