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Martha Trejnis, Hostess

Markus Preiß
Foto: Alexandra Lechner
Pressemappen zusammenstellen, das Gespräch mit Kunden anleiern ? das sind die offiziellen Anforderungen. Unausgesprochen verlangen Martha Trejnis Auftraggeber ? diesmal der Jaguar-Tuner J. Nothelle ? auch schönes Aussehen, schönes Lächeln, schönes Gehen.
Die Handtasche von Martha Trejnis ist eine Mischung aus Beautycase und Notarzt-Koffer. Neben edlen Lippenstiften und teuren Düften kramt die braungebrannte Schöne mit dem pechschwarzen Haar auch Fußsalben und Kopfschmerztabletten hervor ? Grundausstattung für den Job als Hostess

Eine Woche im Monat arbeitet die 28-jährige Jurastudentin auf Messen. Rund 250 Mark für 10 Stunden am Tag, je nachdem, wie viel sie aushandeln kann. ?Ich sehe mich als Selbständige für Repräsentation, nicht als befehlsempfangende Saftschupse?, sagt sie selbstbewusst

Die besten Jobs von allen


Pressemappen zusammenstellen, das Gespräch mit Kunden anleiern, aber auch Kaffee kochen, auf dem Messestand Staub saugen ? das sind die offiziellen Anforderungen. Unausgesprochen verlangen ihre Kunden ? diesmal der Jaguar-Tuner J. Nothelle ? auch schönes Aussehen, schönes Lächeln, schönes Gehen. Das schlägt sich in eleganter schwarzer Bluse und knappem Rock nieder. Leidenschaftslos sagt sie: ?Ich bin gewissermaßen der nette Hintergrund für ihre Produkte?

Sachkenntnis braucht allerdings auch eine Hostess: ?Das Schlimmste an diesem Job auf der IAA ist, sich die ganzen Spoilerarten zu merken.?
Dieser Artikel ist erschienen am 11.10.2001