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Markus Benzler


Welche Schule?
Murray State University, Murray, Kentucky, USA
Year of Graduation:
1998
Heutige Position:
Consultant bei Bain & Company
Welche Schule?
Murray State University, Murray, Kentucky, USA

Year of Graduation:
1998

Die besten Jobs von allen


Heutige Position:
Consultant bei Bain & Company

A. Gehalt und Karriere

1. Rückblickend betrachtet: Wo standen Sie job- / karrieremäßig, als Sie sich entschlossen, einen MBA zu machen?
Nach dem erfolgreich absolviertem Vordiplom.

2a. Hatten Sie vor / bei Antritt des MBA-Studiums eine klare Karriere-Perspektive?
Noch nicht, da mein Hauptstudium in Deutschland noch mindestens vier Semester vor Abschluss war.

3. Hat sich der MBA job- / karrieremäßig gelohnt?
Ja, er wurde bei den Bewerbungen um eine erste Stelle als relevante Zusatzqualifikation wahrgenommen.

4a. Wie haben Sie Ihr MBA-Studium finanziert?
Bei dem Programm handelt es sich um ein Austauschprogramm der Murray State University mit der Uni Regensburg - daher waren die Fees drastisch reduziert. Das heißt, die Kosten beschränkten sich auf die normale Lebenshaltung in den USA.

4b. Hat sich die Investition "ausgezahlt"?
Da kaum über das normale Leben eines Studenten hinausgehende Investitionen monetärer Art einzugehen waren auf alle Fälle.

B. Alumni-Netzwerk

5. Wie wichtig ist das Alumni-Netzwerk Ihrer Schule für Sie?
Beschränkt, da sehr Amerika-lastig.

6. Wie nützlich sind diese Kontakte für Sie beruflich?
Gar nicht.

C. Rückblickend betrachtet, was haben Sie in Ihrem MBA-Studium gelernt, was in Ihrem heutigen Job von Bedeutung ist?

7. An Fachwissen:
Zum einen die praktische Anwendung des oft in deutschen Unis sehr "trockenen" Theoriewissens (zum Beispiel Financial Excel Modelling), zum anderen einen breiten Überblick über Management-Konzepte.

8. An sonstigen Fähigkeiten (soft skills etc.): - Umgang/Verständnis mit/von fremden Kulturen (USA, aber auch viele International Students)
- Gutes Englisch
- Projektmanagement-Fertigkeiten

9. Jedes MBA-Programm, das auf sich hält, verspricht, für eine General Management-Position fit zu machen. Können Sie das aus Ihrer Erfahrung bestätigen?
Beschränkt - der amerikanische Anspruch an Konzepte, ihre logische Ableitung und ihre praktische Umsetzung reicht im deutschen Management-Alltag oft nicht.

10a. Fühlten Sie sich nach / mit dem MBA für "höhere" Aufgaben besser gewappnet?
Ja, da breites Wissensspektrum wie oben angegeben inklusive Leadership-Lehren, Konflikt- und Verhandlungsmanagement etc

10b. Und waren Sie es - aus der Distanz betrachtet - auch tatsächlich?
Beschränkt. Zum einen sind die Konzepte trotz Übungen / Anwendung im MBA-Kurs oft in der Realität schwer umsetzbar, da die Sachlagen oft komplexer sind beziehungsweise zu schnell vorübergehen (also keine, in der Regel zeitkonsumierende, analytische Betrachtungsweise zulassen). Zum anderen sind die Konzepte bis sie tatsächlich relevant wurden (zum Beispiel gerade aktuell) schon wieder zum Großteil vergessen.

D. Die menschliche Erfahrung

11. Welche Bedeutung hat das MBA-Studium für Ihre persönliche Entwicklung?
Sehr stark - zum Beispiel habe ich meine Frau dort kennengelernt. Ferner ist das MBA-Studium eines meiner besten und intensivsten Erfahrungen gewesen, die ich im meinem Leben bisher hatte. Dies leitet sich insbesondere daher ab, dass man als MBA-Student in einem fremden Land versucht jede mögliche Minute etwas von dem Land kennenzulernen. Zusammen mit der an Business-Schools üblichen Workload ergibt dies einen dicht gedrängten Wochenterminplan.

12. Ein Ratschlag für jeden, der sich für einen MBA interessiert?
Auch Fun / Reisen im Budget, wie auch in der Terminplanung berücksichtigen.
Dieser Artikel ist erschienen am 23.09.2004