Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Marcus Rayermann, 30, selbstständiger Anwalt

Katja Wilke
Foto: Bethel Fath
Großkanzlei? Ausprobiert und abgehakt. Zu viel Fremdbestimmung, zu wenig Freiheit, fand Marcus Rayermann, als er im Referendariat in größere Sozietäten reinschnupperte.


Großkanzlei? Ausprobiert und abgehakt. Zu viel Fremdbestimmung, zu wenig Freiheit, fand Marcus Rayermann, als er im Referendariat in größere Sozietäten reinschnupperte. Er hatte Glück: Noch während er promovierte, wollten sich Bekannte von ihm beraten lassen. "Das erleichterte mir die Entscheidung für die eigene Kanzlei", blickt Rayermann zurück.

Er ist - zwangsläufig - Allrounder. Er berät Unternehmen aus der IT- und Werbebranche, hauptsächlich bei Vertragsgestaltungen. Daneben kümmert er sich um alles, was in großen Sozietäten der Job des Managing Partners oder des Sekretariats ist: von strategischen Fragen bis hin zum Bleistiftkauf. Viel "unjuristische" Arbeit. Rayermann schmerzt das nicht: "Dafür muss ich mich nach keiner Hierarchie richten. Ich entscheide allein, welche Mandate ich bearbeite, und suche mir aus, ob ich dem Mandanten eine E-Mail schreibe, ihn anrufe oder im Biergarten treffe."
Dieser Artikel ist erschienen am 18.10.2001