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Marco Liebwein

Warum Melbourne Business School?
Abreise nach Melbourne
Orientation Week
The World of Management
Term 1 ? die ersten 12 Wochen
Term 2 ? die Hälfte ist rum
Term 3 ? am Madrider Instituto de Empresa

Warum ich mich für einen MBA entschieden habe

Aufgewachsen bin ich mit den Worten meines Vaters, dass ein Investment in ein Fahrad sinnvoller sei als in eine Reise, da das Fahrrad über viele Jahre Freude bereitet, während man von einer Reise im Gegensatz nur 1 oder 2 Wochen etwas hat. Folgend dieser ?Logik? bin ich bis zu meinem 19. Lebensjahr nicht viel rumgekommen. Mit einer 6-wöchigen Reise nach USA, zu der mich meine Freunde erst wochenlang überreden mußten, hat sich dann alles geändert. Obwohl man bei einer Reise in die USA wohl nicht gerade von einem großen Kulturschock sprechen kann, so war es für mich dennoch eine einschlägige Erfahrung, die mir gezeigt hat, dass Erlebnisse und Erfahrungen einen viel größeren Wert darstellen als rein materielle Dinge

Seither ist mein Leben nicht nur von fachlicher, sondern auch stark von persönlicher Weiterentwicklung und vor allem der Vorliebe für Ventures geprägt. Dementsprechend habe ich nach meinem BWL Studium auch nicht den ?sicheren? Karriereweg gewählt und einen Job im Consulting oder Konzern angenommen, sondern mich ins Abenteuer gestürzt und mit einem Freund ein eCommerce Start-up gegründet. Nach knapp 2 Jahren permanentem Auf und Ab und unzähligen Nachtschichten habe ich dann das Unternehmen mit 20 Mitarbeitern aufgrund unterschiedlicher Auffassung über die zukünftige Ausrichtung verlassen und dann doch ein Angebot einer Unternehmensberatung akzeptiert

Die besten Jobs von allen


Seit meinem BWL-Abschluss in 1999 waren nun fast 6 Jahre vergangen, in denen ich Erfahrungen in verschiedenen Industrien und Funktionen sammeln konnte. Mein Ziel war bis dahin, immer Allrounder zu bleiben und mich nicht auf eine Funktion oder Industrie festzulegen, was jedoch karrieretechnisch auf Dauer in Deutschland nicht unbedingt von Vorteil ist. Wenn man dann auch noch die dreißiger Grenze überschritten hat, fängt man so langsam an, sich verstärkt Gedanken über die Zukunft zu machen, zumindest war es bei mir so, und so bekam ich zunehmend das Gefühl, mich jetzt für eine Richtung entscheiden zu müssen. Diese Entscheidung beinhaltete ebenso die Frage, ob ich den Rest meines Lebens in Deutschland verbringen möchte, oder ob ich nicht doch internationaler werden sollte und so war ich plötzlich beim Thema MBA angekommen. Von einem MBA versprach ich mir die Möglichkeit, mich nicht nur fachlich noch stärker im Bereich Strategie und Finanzen weiterentwickeln zu können, sondern auch meine Wettbewerbsfähigkeit in einem internationalen Umfeld mal unter Beweis stellen zu können

Warum ich mich für Melbourne Business School entschieden habe

Im Mai 2004 habe ich dann mit der Internet-Recherche begonnen und mir einen ersten groben Überblick über den ?MBA im Allgemeinen? verschafft. Schnell habe ich festgestellt, daß einen die Informationsflut und die kontroversen Meinungen eher erdrücken, als einem die Entscheidung für ein Programm erleichtern. Die Frage war also wie am Besten vorgehen?

Das einzige was ich bis dahin wußte, war, daß ich einen Full-time MBA im Ausland machen wollte und dies möglichst bald. Demnach habe ich als erste Filtermöglichkeit den Faktor Zeit bzw. nächstmöglichen Beginn gewählt. Damit sind schnell 90% aller Schulen in den USA rausgefallen, da die Bewerbungsfristen für September 2004 langsam am Ablaufen waren und ich mich noch noch nicht mal für den Toefl or GMAT angemeldet hatte. Allerdings mehr als ein Jahr warten bis zum Beginn des MBA wollte ich dann auch wieder nicht. Somit habe ich mich dann also auf Programme konzentriert, die Anfang 2005 begonnen haben, was die Auswahl immens eingeschränkt hat. Danach hatte ich mir überlegt, welche Länder bzw. Städte eigentlich in Frage kommen. Da ich mir zu dem ?MBA-Stress? keine weitere Fremdsprache auferlegen wollte, kam demnach nur ein englischsprachiges Land in Frage

Mit einer Liste von ca. 10-15 Business Schools habe ich dann erst einmal ein break gemacht und mich mit den formalen Voraussetzungen, GMAT ,Toefl, Essays, etc. und Finanzierung auseinander gesetzt. Während die formalen Voraussetzungen reine Pflichtübung sind und mit dem entsprechenden Zeit- und Arbeitsaufwand keine zu große Hürde darstellen, bleibt doch letztendlich die Frage, was ist mir so ein MBA eigentlich Wert und zwar in Euro oder Dollar. Da ich mich, wie ich bereits erwähnte, für einen MBA vorwiegend aufgrund persönlicher Weiterentwicklung entschieden habe und ihn nicht als direktes Karrieresprungbrett mit kurzfristigem Payoff betrachtet habe, waren die mit dem Programm verbundenen Kosten ein nicht unentscheidender Faktor

Letztendlich habe ich mich dann für ein MBA-Program an der Melbourne Business School entschieden. Bei meiner Recherche bin ich immer wieder auf die besonders gute Reputation der Schule im asiatischen Raum und kulturelle Vielfalt (90 Full-time Studenten aus 35 Ländern) aufmerksam geworden. Eine so starke ?Diversity? hatte ich bei kaum einem anderen Programm gefunden, aber genau das erschien mir als einer der wichtigsten Punkte, da man ja nicht nur mit sondern vor allem von seinen Kommolitonen lernen soll. Hinzu kam, daß ich bereits zuvor schon einmal in Melbourne war und wußte, daß die Lebenshaltungskosten verglichen zu vielen Metropolen verhältnismäßig niedrig sind. Auch die reinen Studiengebühren mit ca. 32.000 Euro befanden sich eher am unteren Ende für ein gutes Programm. Koffer packen und auf nach Melbourne

Im Dezember habe ich dann meine Koffer gepackt. Da ich auf meinem Flug nach Australien auf 20kg limitiert war, habe ich zusätzlich 8 Kisten (Umzugskartons) postlagernd nach Melbourne verschickt. Als ich sie dann zwei Wochen später in Melbourne abgeholt habe, waren sie kaum mehr wiederzuerkennen. Von Nässe aufgeweicht, zerfallen und aufgerissen, konnte man sie eigentlich überhaupt nicht mehr hochheben ohne dass sie komplett auseinandergefällen wären. ?Das ist ja schon mal ein guter Anfang? hatte ich mir gedacht und mit dem Schlimmsten gerechnet. Aber zum Glück wurde ich ja ordentlich erzogen und so habe ich alles zusätzlich und dreifach extra in Plastikfolien eingepackt, die zu meiner Überraschung tatsächlich jegliche Beschädigung vermieden haben. Dennoch kann ich nur jedem empfehlen, sich für eine zusätzliche Versicherung beim Versand zu entscheiden

Glücklicherweise konnte ich für die ersten Wochen nach meiner Ankunft in Melbourne das Apartment eines MBA-Studenten im 2. Jahr nutzen, der in dieser Zeit gerade ein Internship in Sydney gemacht hatte. Auch wenn die Melbourne Business School Unterkünfte für Neuankömmlinge zur Verfügung stellt, so war doch diese Variante dennoch komfortabler und günstiger. Ein Apartment in Melbourne zu finden, ist nicht gerade eine gigantische Herausforderung, jedoch ein wirklich schönes Apartment zu einem guten Preis zu bekommen, ist eine relativ zeitaufwendige Geschichte. Nun gut, zwei Wochen hatte ich ja Zeit bevor der MBA mit der Orientation Week startete

Fast alle Apartments werden über die grossen Real Estate Agencies vermietet. Der Vorteil ist, die Mieter haben keine Maklergebühren zu zahlen wie in Deutschland, diese werden vom Vermieter getragen. Der Nachteil ist, man muss sich bei jeder einzelnen Agency die aktuelle Angebotsliste besorgen und kann sich dann entweder für 1-2 Stunden den Schlüssel ausleihen oder man muss an einem der Massenbesichtigungstermine teilnehmen. Das Problem ist, dass man eigentlich immer nur am Rennen ist, um möglichst frühzeitig die täglich neuen Listen mit Angeboten zu bekommen und dann hin und her rennt, um den Schlüssel bei den verschiedenen Agencies abzuholen und wieder zurück zubringen; und das im Januar bei meist 35°C. Aber harte Arbeit zahlt sich zum Glück manchmal auch aus und so habe ich dann auch ein wunderschönes und bezahlbares Apartment mit Blick auf den Yarra River direkt im CBD gekommen; leider jedoch unmöbliert, aber dafür gibt?s ja IKEA. Orientation Week

Endlich gehts los! In der dritten Januar Woche wurde mit der Begrüßung durch den Dean der Beginn der ?Orientation Week? und der offizielle Startschuß für den MBA gegeben. Neben den üblichen Formalitäten wie Enrolment und Führungen über den Campus standen vor allem Team Building Aktivitäten und das gegenseitige Kennenlernen auf dem Programm und so verbrachten 90 Neuankömmlinge aus ca. 30 verschiedenen Ländern etliche Stunden mit Rollenspielen, Tänzen und rythmischem Trommeln zu orientalischen Klängen. Den letzten Tag haben wir dann auf dem zweiten Campus der Melbourne Business School in Mt. Eliza ca. 1 Std. außerhalb von Melbourne verbracht. Mt. Eliza ist mit seiner klassichen Architektur, etwas oberhalb am Berg liegend mit traumhaftem Blick über Port Philip Bay wirklich eindrucksvoll. Wirklich schade, daß hier nur die Executive Programs der MBS abgehalten werden. Anyway, es war ein wunderschöner Tag zum Abschluß der Orientation Week, der begleitet von strahlendem Sonnenschein, viel sportlichen Aktivitäten und einem grandiosen Abendessen mit anschließender Party, einen gelungenen Start für die schweißtreibend zu werdenden nächsten Wochen und Monate einleutete. Das erste Subject: The World of Management
Im Anschluss an die Orientation Week startete das reguläre MBA-Programm mit dem 2-wöchigen Intensivkurs ?The World of Managememt?. Der Kurs vermittelte uns ein erstes grobes Verstädnis über fundamentale Management Konzepte und war darüber hinaus auch die Roadmap für das weitere MBA Programm. Der Unterricht startete morgens um 9:15 Uhr und endete gewöhnlich gegen 17:00 Uhr, was uns dann noch einige Stunden Zeit ließ, um einen neuen Case oder die Readings für den nächsten Tag vorzubereiten. Neben der Einführung in verschiedene Themengebiete durch Lecture Presentations (Vorlesungen) lag der Schwerpunkt vor allem auf Managing Diversity (Umgang mit kulturellen Unterschieden), Team Building Activities und Working in Syndicate Groups. Aber auch effektives Time-Managment, der Umgang mit Stress und zukünfitge Karriereplanung standen auf dem Programm. Beendet haben wir den Kurs dann mit unserer ersten individuellen Presentation. Alles in allem war es ein guter Start/Warm-up, der uns zeigte, was in den nächsten Monaten auf uns zukommt

Term 1 ? die ersten 12 Wochen
Die ersten 12 Wochen hatten es ganz schön in sich. Fünf Subjects hören sich zwar nicht gerade nach viel an, haben uns aber trotzdem ganz schön in Atem gehalten. Im Gegensatz zu vielen anderen Business Schools, wo die Mitarbeit im Unterricht in vielen Fächern einen relativ hohen Anteil an der Gesamtnote ausmacht, wird die ?Class Participation? an der Melbourne Business School zwar erwartet, macht jedoch meist nicht mehr als 10% aus. Der eine mag das gut, der andere schlecht finden, Fakt ist, dass dafür um so größerer Wert auf die schriftlichen Assignments und die Examen gelegt wird. Demnach hatten auch fast alle Fächer ein 3-stündiges Mid-term und Final Exam. Hinzu kamen mehrere umfangreiche Syndicate und/oder Individual Assignments

Die Qualität des Unterrichts hing, wie meistens, fast ausschließlich von der Persönlichkeit des Lecturers und seiner Fähigkeit, uns Studenten mitzureißen, ab. Alles in allem muß ich sagen, dass ich wirklich positiv überrascht war, wie motiviert die Professoren waren, aber auch wie viel Zeit sie sich außerhalb des Unterrichts nahmen, um nochmals den Stoff durchzugehen oder individuelles Feedback zu Assignments zu geben. Vielleicht war ich aber auch nur deshalb so überrascht, weil wir diese Art von Dienstleistungsverhältnis zwischen Professor und Student aus Deutschland einfach nicht kennen und in der Form ohne Studiengebühren wahrscheinlich auch nicht machbar ist. Ich habe sicherlich viel im Unterricht gelernt, dennoch, der wirkliche Mehrwert lag für mich in den stundenlangen Diskussionen in den Syndicate/Gruppen-Meetings. Die Gruppen waren meist um die 5 Personen groß und wurden von der Schule vorgegeben. Dabei wurde besonderer Wert auf unterschiedliche Vorkenntnisse, kulturelle Herkunft und bisherige berufliche Tätigkeit gelegt. Es war wirklich interessant zu erfahren, dass keines meiner 5 Syndicates sich in der Organisation, Verteilung der Aufgaben und letztendlichen Umsetzung des Gruppen-Projektes glich. Letztendlich tut das wohl kein Projekt, aber worauf ich hinaus will ist, dass gerade die kulturellen Unterschiede viel Offenheit, Verständnis, aber auch Zugeständnisse erfordern, um am Ende zu einem für alle tragfähigen Ergebnis zu kommen. Leider mußte ich immer wieder bei einigen Gruppen sehen, dass einzelne Personen rausgedrückt wurden, weil sie nicht dem Arbeitsstil oder der Herangehensweise oftmals sehr westlich geprägter Teammitglieder entsprachen. Ich geniesse diese kulturelle Vielfalt und auch wenn ich einige Sachen in manchen Assignments gerne anders gemacht hätte, ich habe unbezahlbar viel von meinen Mitstudenten gelernt und darüber hinaus sind nicht zuletzt einige wirklich enge Freundschaften entstanden. Term 2 ? die Hälfte ist rum

Die zwei Wochen Urlaub zwischen dem ersten und zweiten Term haben wirklich gut getan und wurden von den meisten Studenten dafür genutzt, wenigstens einen kleinen Teil Australiens zu bereisen. Meine Reise ging von Melbourne an die Sunshine Cost, an der Ost-Küste Australiens, etwas oberhalb von Brisbane, auch bekannt als das Paradies der Surfer. Auch wenn ich selbst nicht surfe, so war doch der Gedanke an Strand und Sonne sehr verheißungsvoll. Normalerweise soll es dort nie regnen. Normalerweise! Nun ja, von den 7 Tagen meines Aufenthaltes in der Region waren es dann doch leider 5 Tage. Nichts desto trotz, eine wirklich schöne Gegend, die ein absolutes Muss ist bei einem Australien-Besuch

Der zweite Term hat nicht weniger stressvoll begonnen, als der erste aufgehört hatte, jedoch empfand ich jetzt alles nur noch halb so schlimm, da man nun schon wesentlich routinierter war und somit auch gelassener an alles heranging

Prinzipiell war der 2. Term genauso konzipiert wie der erste. Die zu absolvierenden Subjects wurden wieder ebenso vorgegeben, wie die Syndicates (Arbeitsgruppen). Die waren auch wieder so zusammengesetzt, dass jeder mit Personen zusammenarbeiten mußte, mit denen er vorher noch in keiner gemeinsamen Arbeitsgruppe war. Gerade diese Gruppenarbeiten liefen jetzt in vieler Hinsicht wesentlich harmonischer und unkomplizierter ab als dies noch vor einigen Monaten der Fall war. Während am Anfang noch viele versucht haben, vieles in langen Diskussionsrunden gemeinsam zu lösen, wurde jetzt wesentlich pragmatischer und effektiver an die Aufgabenstellungen herangegagen. Zusätzliche Herausforderung gleich zu Beginn dieses Terms war die Entscheidung darüber, ob man auf ?Exchange? gehen möchte oder nicht. Und wenn ja, wohin und an welche Schule. Das Prozedere ist immer das gleiche. Neben dem Ausfüllen von Formularen, muss man noch einen Essay verfassen, der folgende 3 Fragen beantwortet:
  • Why do you want to go on exchange? (You may want to specify why you have ranked particular schools as your top few choices).
  • How will you contribute to the other school as an exchange student?
  • How will your contributions to MBS and your classmates be enhanced by having gone on exchange?

    Da ich mich u.a. sehr für Finance interessiert habe, fiel meine erste Wahl natürlich auf New York und die Columbia Business School. Dies war jedoch auch die erste Wahl von ca. 20 Mitstudenten. Da an dieser Schule nur 2 Plätze zur Verfügung standen, bin ich leider leer ausgegangen. Dafür bekam ich eine Zusage für meine zweite Wahl, das ?Instituto de Empresa? in Madrid. Insgesamt bekam jeder, der fast 2/3 auf Exchange gehenden Studenten meines Jahrgangs, mehr oder weniger einen ?Platz? an einer seiner preferierten Austausch-Schulen. Mit der Zusage für Madrid kamen natürlich auch gleich wieder neue Herausforderungen hinzu. Es verblieben jetzt noch ca. 8 Wochen, um einen günstigen Flug zu buchen (relativ einfach), eine zentral liegende und bezahlbare Unterkunft in Madrid für 3 Monate zu finden (fast unmöglich) und die Vermietung des eigenen Apartments in Melbourne zu organisieren (ziemlich zeitaufwendig)

    Ehe man sich versah, waren diese 8 Wochen auch schon wieder herum, alle Assignments eingereicht und die Final Exams geschrieben. Jetzt noch kräftig feiern auf der ?End of the Term Party? und ab in den Flieger Richtung Spanien. Term 3 ? Exchange Program: Die ersten Eindrücke vom Instituto de Empresa

    Ein weiterer angenehmer Vorteil an Australien ist, dass Flugtickets nach Übersee vergleichsweise günstig sind. Da ich mich noch für ein Studien-Projekt in Shanghai nach meinem Exchange Program in Madrid entschieden habe, konnte ich mit einem günstigen ?Around The World Ticket? gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mal wieder das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und somit auf meiner Reise nach Madrid noch ein paar Tage Stop auf Hawaii und in Vancouver machen

    Angekommen in Madrid fuhr ich mit dem Taxi zu meinem neuen Appartment in die Innenstadt. Zwei Zimmer mit Küche und Bad auf insgesamt ca. 38 qm; die wohl kleinsten Zimmer, die ich je gesehen habe und das für 700 Euro im Monat. Aber wie bereits schon einmal erwähnt, in Madrid eine Wohnung/Zimmer für nur 3-4 Monate zu finden, ist durchaus eine Herausforderung

    Am nächsten Morgen war dann auch gleich zum Welcome-Empfang der neuen Exchange Students geladen. Der zentral gelegene und architektonisch sehr schöne Campus bietet ein wirklich angenehmes und attraktives Ambiente. Im Innenhof wurden wir dann bei strahlendem Sonnenschein und spanischen Tapas vom Dean und anderen Professoren begrüßt. Der Empfang und die Atmosphäre waren sehr herzlich und es versprach eine wirklich tolle Zeit in Madrid zu werden. Und da man als Student auf Exchange normalerweise Fächer wählt, die einem etwas Zeit zum Genießen lassen, stellte ich mir die Frage, was mich wohl geritten hatte, als ich mich für 6 Finance Fächer hier entschieden hatte

  • Dieser Artikel ist erschienen am 27.03.2006