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Leben in Australien

Evangelos Kotsopoulos
Das einerseits riesige, in vielen Gebieten lebensfeindliche Land und das andererseits phantastische Klima spiegelt sich in der Lebenseinstellung der Australier wieder: Ihre Art ist erfahrungsgemäß unkompliziert, offen und herzlich.
Das einerseits riesige, in vielen Gebieten lebensfeindliche Land und das andererseits phantastische Klima spiegelt sich in der Lebenseinstellung der Australier wieder: Ihre Art ist erfahrungsgemäß unkompliziert, offen und herzlich. Sie machen es ausländischen Studenten leicht, Kontakte zu knüpfen und schnell Anschluss zu finden.

Wer sich für ein Auslandsstudium in Australien entscheidet, sollte aber vorher noch einmal einen Blick in den Atlas werfen. Das Klima in den verschiedenen Landesteilen ist sehr unterschiedlich. Während der Norden Queenslands ebenso wie die Northern Territories im Sommer gnadenlos heiß und tropisch feucht ist, hat Tasmanien ein fast europäisches Klima. Sydney und Melbourne haben warme Sommer mit einzelnen Tagen über 40 Grad und Winter mit Tagestemperaturen von 10 bis 15 Grad in Sydney bzw. mit bis zu 0 Grad in Melbourne. Nur die wenigsten Häuser haben eine Zentralheizung. Ein kleiner portable heater ist also von Nöten, um den Winter in angenehmer Zimmertemperatur zu überstehen

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Der Lebensstandard in allen Bereichen des Alltags ist vergleichbar mit dem Westeuropas. Abgesehen von den Mietkosten bewegen sich die Lebenshaltungskosten auf ähnlichem Niveau. Ich persönlich habe während meines Aufenthaltes rund 2.000 Mark im Monat verbraucht. Dafür gab es aber auch Bücher, einige Möbelstücke und kleinere Reisen

Allerdings zeigt einem der australische Alltag schnell, wie weit der Kontinent trotz der Schnelligkeit und Möglichkeiten der Informationsübertragung nach wie vor von Europa und auch den USA entfernt ist. In australischen Tages- oder Wochenzeitungen finden sich so gut wie keine Nachrichten aus der Heimat. Auf den internationalen Seiten der großen Blätter wird ebenso wie in den Abendnachrichten meist über Ereignisse in Südostasien berichtet. Europäische Nachrichten finden ihren Weg in die australischen Medien nur selten. Deutsche Zeitungen gibt es in den Großstädten nur mit mehreren Tagen Verspätung und zu horrenden Preisen. Um up to date zu bleiben bleibt also nur das Internet.
Dieser Artikel ist erschienen am 06.07.2001