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Kurth soll auf internationalen Posten wechseln

Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation, Matthias Kurth, soll Ende 2006 auf einen internationalen Posten wechseln. Das Bundeswirtschaftsministerium wolle Kurth als neuen Chef der internationalen Behörde für die weltweite Telekommunikation (ITU) vorschlagen. Kurth war erst im Februar 2001 an die Spitze der Regulierungsbehörde gerückt.
HB BONN. Über die Beweggründe für den voraussichtlichen Wechsel Kurths von Bonn nach Genf wurde zunächst nichts bekannt. Die Wahl wird aber erst Ende 2006 stattfinden. Kurth stünde dann auch als Nachfolger des Japaners Yoshio Utsumi zur Verfügung und würde sein bisheriges Amt aufgeben, hieß es aus der RegTP. Seine reguläre Amtszeit in Bonn würde bereits vorher ablaufen.Kurth hat laut ?Euro? am 8. und 9. September in Bern bei einer Abstimmung von 34 europäischen Staaten die Mehrheit erhalten und ist damit Kandidat der Europäer. Da der Posten des ITU-Generalsektärs bisher in asiatischer Hand war, sei turnusmäßig der europäische Kandidat favorisiert.

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Die ITU ist eine Organisation der Vereinten Nationen und umfasst Staaten und den privaten Sektor. Sie befasst sich vor allem mit Fragen der technischen Standardisierung.Der 52-jährige Kurth war erst im Februar 2001 als Nachfolger von Klaus-Dieter Scheurle an die Spitze der Regulierungsbehörde gerückt. Der frühere SPD-Politiker war zuvor Vizepräsident. Davor war Kurth von 1994 bis 1999 Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium in Wiesbaden.
Dieser Artikel ist erschienen am 15.09.2004