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Kunst zwischen Zahlen und Formeln

An der Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) in Frankfurt erfreuen sich Studierende und Personal zur Zeit an einem außergewöhnlichen Anblick. Noch bis Anfang Juli stellen behinderte Künstler des Frankfurter Ateliers Goldstein in den Räumlichkeiten der Hochschule ihre Werke aus.
An der Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) in Frankfurt erfreuen sich Studierende und Personal zur Zeit an einem außergewöhnlichen Anblick. Noch bis Anfang Juli stellen behinderte Künstler des Frankfurter Ateliers Goldstein in den Räumlichkeiten der Hochschule ihre Werke aus.

Die Ausstellung ist bereits die zweite ihrer Art. Prof. Dr. Thomas Heimer, Geschäftsführender Dekan der HfB, sieht den Nutzen darin auf zwei Ebenen: "Wir möchten Künstlern eine Plattform geben, ihre Werke zu zeigen, zum anderen wollen wir unseren sehr fokussierten Studierenden die Möglichkeit geben, quasi en passant einer anderen Denkwelt zu begegnen, die sie nicht mit ihren mathematischen Formeln analysieren und zerlegen können."

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Neben schöngeistiger Abwechslung von Berechnungen und Zinssätzen bietet die aktuelle Ausstellung auch Diskussionsstoff. "Es war spannend zu sehen, wie intensiv sich einige HfB-Studenten auch noch nach der Vernissage mit dem Thema Behinderung auseinandergesetzt haben - wo fängt "Behinderung" an, wer definiert das?" so Professor Heimer.

Dem Verdacht, es handele sich bei der Ausstellung um eine Alibi-Veranstaltung zwischen Wirtschaft und Kunst, begegnet Heimer mit dem Hinweis auf die sehr genaue Auswahl der Ausstellungspartner und die engagierte Auseinandersetzung seiner Studenten mit den Künstlern. Dabei kämen auch Fragen wie "Wirtschaftsethik" oder "Bedeutung von Karriere" zur Sprache.

Wer keine Gelegenheit hat, die Hochschule selbst zu besuchen, kann sich hier einige Exponate der Ausstellung ansehen. weiter...
Dieser Artikel ist erschienen am 17.05.2004