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Kündigung wegen Firmenverkaufs unzulässig

Eine auf Wunsch eines zukünftigen Firmeninhabers ausgesprochene Kündigung ist grundsätzlich unwirksam.
HB/dpa FRANKFURT/M. Das hat das Arbeitsgericht in Frankfurt in einem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil entschieden. Die Richter gaben damit der Klage eines Unternehmensberaters gegen eine Wirtschaftsprüfungs- Gesellschaft statt (Az: 6 Ca 8861/02).Das Unternehmen hatte einen Betriebsteil an eine andere Firma verkauft. Im Vorfeld verlangte diese Firma jedoch die Kündigung von mehreren hochrangigen Angestellten. Dem Unternehmensberater wurde daraufhin eine so genannte ?Druckkündigung? ausgesprochen. Ansonsten sei das Verkaufsgeschäft gefährdet, hieß es zur Begründung.

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Laut Urteil liegt darin allerdings ein ?Verstoß gegen die Grundprinzipien des Kündigungsrechts?. Der Bestand eines Arbeitsverhältnisses dürfe keinesfalls von einem Eigentümerwechsel an der Unternehmensspitze berührt werden, sagte der Vorsitzende Richter.
Dieser Artikel ist erschienen am 18.03.2003