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Kritik am Beschluss der Rektoren

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) kritisierte die aktuellen Pläne der Hochschulrektorenkonferenz zur Einführung von sozial verträglichen Studienbeiträgen: ?Der Vorschlag ist als dauerhafte Lösung zur Hochschulfinanzierung einfach nicht stringent?, sagte der Generalsekretär des DSW, Achim Meyer auf der Heyde. So solle der Staat auf der einen Seite die Studierenden finanzieren, die sich Gebühren nicht leisten könnten, zum anderen aber aus der Hochschulfinanzierung zurückziehen.Ohne Übernahme der Gebühren durch den Staat sei die von der HRK geforderte Sozialverträglichkeit nicht gewährleistet. Diese ist nach Ansicht des DSW insbesondere deshalb gefährdet, weil die HRK kontinuierlich steigende Studienbeiträge innerhalb eines so genannten Korridors in einer zweiten Phase vorschlage.

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Grundsätzlich hält auch das DSW eine Verbesserung der Hochschul- und Studienfinanzierung für dringend erforderlich, sieht diese aber als staatliche Infrastrukturaufgabe, die nicht allein den Studierenden auferlegt werden könne. Die von der HRK vorgeschlagene Finanzierungsverlagerung wirke sich negativ auf die Studierendenzahlen aus und mache eine langfristige Hochschulfinanzierung zum "unkalkulierbaren Faktor", so Meyer auf der Heyde. Er forderte die HRK auf, ihre Pläne noch einmal zu überdenken.
Dieser Artikel ist erschienen am 09.06.2004